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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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Andrea Lüth erhält Förderpreis der Klocker Stiftung

Andrea Lüth erhält den Förderpreis der Klocker Stiftung

Die Klocker Stiftung verleiht ihren Förderpreis an die Tiroler Künstlerin Andrea Lüth. Die Jury würdigt damit eine außergewöhnlich vielseitige Position der zeitgenössischen Kunst, der es gelinge, verschiedene Medien zu einem kongruenten, einzigartigen Gesamtwerk zu verbinden. Lüth, geboren 1981 in Innsbruck, die momentan in Wien lebt, arbeitet mit einer Vielfalt an künstlerischen Medien, darunter Malerei, Grafik, Texte, Videos, Musik, Skulptur und Plastik. Laut Jury stelle sie eine der seltenen Ausnahmen dar, die bei solch medialer Vielfalt ein künstlerisches Œuvre kongruent halte. Dies ist Lüth durch ihren „unverkennbaren malerischen und grafischen Duktus“ möglich. Dessen minimalistische, reduktive Eigenarten machen den Wesenskern der Bildmotive sichtbar. Über die Jahre habe sich Lüth einen markanten „visuellen Wortschatz“ angeeignet, wodurch sie sich nun jedem Medium und jedem Ausstellungsort überzeugend stellen kann.

Bedeutend für das Verständnis von Lüths Kunst ist außerdem ihr Gebrauch von Texten. Durch die interaktive Verwendung von gesprochener und geschriebener Sprache erweitert die Künstlerin den Raum ihrer Werke entscheidend. Lüths Textarbeiten und Werktitel agieren somit als wichtige Elemente der Gesamtkomposition und fungieren als Gegenstimme zum visuellen Thema. Die dabei entstehenden Harmonien und Unstimmigkeiten zwischen Bild und Sprache ermöglichen einen tieferen Einblick in die inhaltliche Dimension von Lüths Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen, die auf mehrere Wege interpretiert werden können.

Mit einer Ausstellung im Klocker Museum in Hall in Tirol, einem repräsentativen Ankauf und einem Preisgeld von 5.000 Euro unterstützt die Klocker Stiftung bereits seit 2015 alle zwei Jahre neue Talente wie Lüth, die das Potential haben, exemplarisch für die Entwicklung der österreichischen Kunst zu werden und deren Werk von überregionaler Bedeutung ist. Die Preisverleihung an Andrea Lüth sowie die Eröffnung der Ausstellung finden am 11. Juni statt.


27.01.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Lara Schauer

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