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Les baigneurs, 1980/81 / Niki de Saint Phalle

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Das flanierende Paar / Max Stern

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Winterlandschaft, Blick von Hoflößnitz / Theodor Rosenhauer

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Die Varia-Auktion im Kinsky

Skurrile Schnapsflasche



Schnapsflasche, Tirol, Kramsach, 1. Hälfte 18. Jahrhundert

Schnapsflasche, Tirol, Kramsach, 1. Hälfte 18. Jahrhundert

Ab diesem Jahr differenzieren die Wiener Kunst Auktionen ihr Angebot nicht mehr nach Gattungskriterien sondern nach Spitzenwerken und gemeiner Ware. Am 29. April findet erstmals eine Versteigerung von Arbeiten aus einer niedrigen Preisklasse im Kinsky statt, gefolgt von einer zweiten Runde im September. „705 x Kunst“ ist der Auktionskatalog überschrieben und bietet Objekte aus den Bereichen Antiquitäten, Gemälde, Jugendstil und Zeitgenössische Kunst im Gesamtschätzwert von gut 1,6 Millionen Euro.


Zwei Kollektionen bilden die Pole, um die das Angebot kreist. Rund 140 Positionen umfasst die Keramiksammlung der Gmundner Künstlerischen Werkstätte Franz und Emilie Schleiß, die ein ehemaliger Mitarbeiter zwischen 1920 und 1950 zusammengetragen hat. Neben eigenen Entwürfen hat die Manufaktur für ihre Gebrauchs- und Ziergegenstände immer wieder bekannte Designer beauftragt. So stammen der weiß glasierte Jahreszeitenputto „Herbst“ (Taxe 10.000 EUR) und auch die Krinoline „Sommer“ (Taxe 4.000 EUR) von Michael Powolny oder die Vase mit gelbem Blumenkorb und zwei Vögeln von Ernst Huber (Taxe 1.700 EUR). Da alle Stücke ohne Limit angeboten werden, besteht die Chance, hier das ein oder andere Schnäppchen zu machen.

Der zweite in sich geschlossene Abschnitt ist der Nachlass des 1953 verstorbenen Malers Karl Maria Schuster, der vor allem Landschaften seiner Heimat Österreich und Eindrücke von Reisen in südliche Länder in der Malweise des 19. Jahrhunderts auf die Leinwand bannte, so beispielsweise die Bauernhäuser im Gemälde „Bad Gastein“ von 1943 (Limit 1.200 EUR, Taxe 2.000 EUR) oder die stickende, junge Dame „Auf der Veranda in Capri“ (Limit 2.500 EUR, Taxe 5.000 EUR).

Eröffnet wird die Auktion im Bereich Antiquitäten mit der Glaskunst. Auf einem böhmischen Zwischengoldbecher aus dem 18. Jahrhundert tummeln sich Kämpfer vor einem Zelt in der Landschaft (Limit 3.700 EUR, Taxe 5.000 EUR). Aus der alpenländischen Glasproduktion verzeichnet der Katalog neben üblichen Erzeugnissen, wie der Tiroler Nabelflasche aus dunkelblauem Glas (Limit 1.000 EUR, Taxe 2.000 EUR), auch skurrile Formglasflaschen wie eine Schnapsflasche, bei deren Entwurf eine Pistole Pate stand (Limit 5.000 EUR, Taxe 10.000 EUR). Das Silber wartet mit zwei norditalienischen Platten, überreich bedeckt mit Rocaillen und Engelsköpfen, aus der Mitte des 18. Jahrhunderts auf (Limit 1.300 EUR, Taxe 2.000 EUR), und die Fayencen mit einer Majolika-Henkelvase aus Castelli, die einen Bischof mit Wildschwein zeigt (Limit 2.300 EUR, Taxe 4.000 EUR).

Bei den Einrichtungsgegenständen gibt es neben etlichen Stilmöbeln einen voluminösen Wellenschrank aus Zürich um 1730 (Limit 10.000 EUR, Taxe 20.000 EUR), ein Tiroler Wandkästchen aus dem 16. Jahrhundert in spätgotischen Formen (Limit 2.000 EUR, Taxe 3.000 EUR) und ein Biedermeiersofa um 1825/30 mit Voluten und füllhornartigen Zierelementen (Limit 1.500 EUR, Taxe 3.000 EUR). Streng und doch elegant erweist sich die fünfteilige Sitzgarnitur aus einer Bank und vier Armlehnstühlen von Koloman Moser, die 1901 bei Josef & Jakob Kohn hergestellt wurden (Limit 5.000 EUR, Taxe 7.000 EUR). Die Glasfachschule Haida steuert beim Jugendstil eine Deckeldose aus farblosem Glas bei, deren orangeroter und schwarzer Dekor die typischen geometrischen Muster aus Kreis und Kreuz aufweist (Limit 1.500 EUR, Taxe 2.500 EUR), Johann Lötz Witwe eine biomorphe, tiefblaue Vase mit aufgeschmolzenen Silbergelbkröseln, deren überlängter Hals an eine Gans erinnert (Limit 1.200 EUR, Taxe 2.200 EUR) und René Lalique einen Wellensittichvase mit dem faszinierenden Opalschimmer (Limit 2.000 EUR, Taxe 3.000 EUR).

Mit kantigen, abstrahierten Formen gestaltete Fritz Wotruba die Bronzeplastik „Kleine sitzende Figur“ (Limit 1.200 EUR, Taxe 2.000 EUR). Das Spitzenlos des Abends, Oswald Oberhubers auf 12.000 bis 18.000 Euro geschätztes Ölgemälde eines Jungen mit „Fahrrad“, befindet sich ebenfalls im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Zum Limit von 6.000 Euro wird Hubert Schmalix’ aus gelben, braunen und blauen Strichen zusammengesetztes Geflecht angeboten, erzielen soll es das Doppelte.

Kaskadenartig lässt Herbert Boeckl den Turm vom Wiener Stephansdom in seiner Bleistiftzeichnung aufsteigen (Limit 4.000 EUR, Taxe 7.000 EUR). Aus dem Nachlass Koloman Mosers stammt die Bleistiftzeichnung „Knieende“, die wohl eine Studie zu Tristan und Isolde ist (Limit 1.800 EUR, Taxe 2.500 EUR). Entgegen seinen sonstigen dämonischen Schöpfungen zeichnete Alfred Kubin mit Tuschfeder einen Bauernhof in einer ruhigen, abendlichen Landschaft (Limit 3.000 EUR, Taxe 5.000 EUR). Ähnlich friedlich brachte Thomas Ender 1838 die weiten Hügel in „Valla d’Aquadotti“ in Mischtechnik zu Papier (Limit 1.500 EUR, Taxe 2.000 EUR). Romantische Landschaftsgemälde führt der Katalog in Carl Hilgers’ „Schloss am Meer“ (Limit 2.000 EUR, Taxe 4.000 EUR) oder Josef Lauers „Waldlichtung“ auf (Limit 4.000 EUR, Taxe 6.000 EUR). Biedermeierlich sind die vier Damen in Johann Nepomuk Enders aquarellierter Bleistiftzeichnung gekleidet (Limit 1.000 EUR, Taxe 1.800 EUR). Und bei den Alten Meistern ist Pieter van Bloemens „Reiter bei der Rast“ erwähnenswert (Limit 4.000 EUR, Taxe 7.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 29. April um 15 Uhr. In Augenschein können die Objekte noch bis zum 29. April Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr genommen werden. Der Katalog ist auch im Internet unter www.imkinsky.com einsehbar.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com

Startseite: www.imkinsky.com



26.04.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


29.04.2003, 44. Kunstauktion







Michael Powolny,  Jahreszeitenputto

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Taxe: 10.000,- EURO

Losnummer: 324

Wellenschrank, Zürich, um 1730

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Taxe: ,- EURO

Zuschlag: 10.000 - 20.000 EURO

Losnummer: 186

Josef Lauer,  Waldlichtung

Josef Lauer, Waldlichtung

Taxe: 4.000 - 6.000 EURO

Losnummer: 531

Oswald Oberhuber, Fahrrad

Oswald Oberhuber, Fahrrad

Taxe: 12.000 - 18.000 EURO

Losnummer: 451




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