Ropac expandiert nun auch nach New York  |  | Emilio Steinberger wird die Dependance der Galerie Ropac in New York leiten | |
Thaddaeus Ropac will einen achten Ausstellungsraum in Manhattan eröffnen. Damit erweitert der weltweit tätige Galerist sein Netzwerk und tritt verstärkt auf dem amerikanischen Markt auf. Emilio Steinberger, der bereits seit über 35 Jahren in der New Yorker Kunstszene tätig ist, soll die Führung der Geschäftsstelle übernehmen. Laut Ropac soll der „project space“ ausgewählte Arbeiten in einem vertraulichen Setting präsentieren.
Der Österreicher Thaddaeus Ropac, der 1989 sein Stammgalerie in Salzburg eröffnete, zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten internationalen Kunsthändlern und arbeitete in seiner beruflichen Laufbahn mit diversen amerikanischen Künstlern oder deren Nachlässen, Stiftungen, Institutionen und Sammlern zusammen. Obwohl diese Verbindung zu Amerika laut dem Galeristen konstitutiv für die Entwicklung seines Geschäfts war, verfügt er bisher über keinen Sitz in New York – eine Seltenheit unter Kunsthändlern seines Ranges. Um sich besser auf die Projekte in den USA fokussieren zu können, wird Ropac nun eine Lokalität in New York eröffnen. Im Gegensatz zu den anderen acht Räumen in Salzburg, Paris, London, Seoul und neuerdings Mailand strebt Ropac bei diesem „project space“ kein traditionelles Ausstellungsprogramm an, sondern will einen intimeren Raum für kleinere Präsentationen bieten.
Die designierte Führungskraft der New Yorker Niederlassung ist der 1960 geborene Emilio Steinberger, der unter anderem mit Künstlern, die Ropac vertritt, bereits zusammengearbeitet hat. Zuvor war Steinberger bei renommierten Institutionen wie der Robert Miller Gallery oder Haunch of Venison und zuletzt als Senior Partner bei Lévy Gorvy Dayan tätig und kuratierte wichtige Ausstellungen wie „Tom Wesselmann: Draws“ im Museum of Art Fort Lauderdale und The Kreeger Museum in Washington. Seine Expertise fokussiert sich auf Nachkriegskunst und zeitgenössische Kunst, weswegen er mit international bekannten Künstlern wie Enrico Castellani, Yayoi Kusama, Lee Krasner, Joan Mitchell, Giuseppe Penone, James Rosenquist, Frank Stella, Pierre Soulages, Francisco Toledo, Günther Uecker oder Zao Wou-ki in Berührung kam. Seine Arbeit in der neuen Galerie wird sich vor allem auf die Unterstützung und Weiterentwicklung der Projekte innerhalb der USA konzentrieren. |