Grundeinkommen für irische Künstler  |  | Der irische Kulturminister Patrick O’Donovan legt die Grundsicherung für Künstler neu auf | |
Nach einer Pilotphase, die 2022 als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie startete und von positiven Studienergebnissen begleitet wurde, führt Irland nun dauerhaft ein Grundeinkommen für Künstlerinnen und Künstler ein. Das gab der irische Kulturminister Patrick O’Donovan gestern bekannt. Das Programm „Basic Income for the Arts“ (BIA) richtet sich an Schriftsteller, Musiker, bildende Künstler, Schauspieler, Tänzer und weitere Kreative mit Wohnsitz in Irland und sieht eine wöchentliche Zahlung von 325 Euro für drei Jahre vor. Bewerben können sich ab Mai dafür insgesamt 2.000 Künstlerinnen und Künstler, die ab Ende des Jahres dann den Betrag erhalten.
Die Grundsicherung sei revolutionär, Patrick O’Donovan. Dank des BIA führe Irland weltweit im Bereich der Künstlerförderung. Die von seinem Ministerium beauftragte Studie habe eine klare Faktengrundlage für diese Entscheidung geliefert. Laut O’Donovan habe diese staatliche Investition vielfältige positive Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa in der Wirtschaft, der Gesundheit, dem psychischen Wohlbefinden, der Bildung und dem sozialen Zusammenhalt. Die Empfänger hätten mehr Zeit für ihre Kunst aufgewendet, mehr Werke geschaffen, dadurch eine höhere Lebenszufriedenheit und ein gesteigertes Wohlbefinden erfahren und weniger unter Ängsten gelitten. Durch bessere Verdienstmöglichkeiten seien sie zudem weniger abhängig von anderen Sozialleistungen. Eine externe Kosten-Nutzen-Analyse ergab, dass für jeden in das Pilotprojekt investierten Euro die Gesellschaft 1,39 Euro zurückerhielt. Laut O’Donovan hätten sich bereits andere Länder wie Australien, Estland, Kanada, Litauen, Norwegen, Südkorea oder Wales nach der Initiative erkundigt. |