Kunststipendium für Ari Behnke Llanos  |  | Bei der Preisvergabe an Ari Behnke Llanos und Ana Korkia | |
Ari Behnke Llanos hat das Kunststipendium der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) gewonnen. Die Studentin aus der Klasse von Sabrina Fritsch an der Kunstakademie Düsseldorf erhält nun einen monatlichen Betrag in Höhe von 750 Euro für ein Jahr. Ausgezeichnet wurde sie für ihr Gemälde „Ophelia“, das das verzerrte Gesicht der Künstlerin hinter einem billigen Wasserglas zeigt. Die Jury hob insbesondere das Zusammenspiel von Gegenständlichkeit und Abstraktion, den experimentellen Umgang mit der Perspektive sowie die betonte Materialität des Farbauftrags hervor. „Die Arbeiten sind geprägt von großem Forscherdrang und einer bewussten Zerlegung der Malerei. Perspektiven, Licht und Motive werden irritierend gebrochen und fordern den Blick der Betrachterinnen und Betrachter heraus“, sagte Kolja Reichert, Leitender Kurator der Kunstsammlung K21, im Namen der Jury.
Seit mehreren Jahren vergibt die Düsseldorfer apoBank bei ihrem Gesundheitspolitischen Jahresauftakt ihr Kunststipendium. Diesmal standen Werke von zehn Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf bei der Tagung zur Wahl. Von ihren Professoren nominiert, präsentierten sie sich mit jeweils zwei Arbeiten. Der Publikumspreis der über 400 anwesenden Gäste ging an Ana Korkia für ihr Gemälde „Untitled“ mit der traumartigen Szene eines weißen Schafbocks vor einem Teppich auf grüner Wiese. „Ana Korkias Arbeiten verbinden persönliche Geschichte mit kollektiven Erfahrungen. In ihren Bildern verschlüsseln sich Tradition, Herkunft und aktuelle politische Spannungen zu einer vielschichtigen Bildsprache“, sagte Kolja Reichert zum Schaffen der 2003 geborenen Georgierin. Schon im vergangenen Jahr hatte Korkia, die bei Ellen Gallagher studiert, den Publikumspreis entgegengenommen. Die apoBank wird nun auch heuer das ausgezeichnete Werk für ihre Kunstsammlung ankaufen. |