Hendrike Nagel leitet Dortmunder Kunstverein  |  | Hendrike Nagel übernimmt die Direktion des Dortmunder Kunstvereins | |
Der Dortmunder Kunstverein hat eine neue künstlerische Leitung: Hendrike Nagel folgt auf Rebekka Seubert, die seit 2020 Direktorin des Kunstvereins war und in dieser Funktion nun an das Ludwig Forum nach Aachen wechselt. Hendrike Nagel, die auch die kaufmännischen Belange übernehmen wird, tritt ihren neuen Posten zum 1. April an. „Mit Hendrike Nagel gewinnen wir eine interdisziplinäre Kuratorin, die Kunstvereine sowohl programmatisch als auch strukturell reflektiert und es versteht, künstlerische Prozesse für unterschiedliche Öffentlichkeiten zugänglich zu machen. Der Vorstand des Dortmunder Kunstvereins ist gespannt auf eine außerordentlich interessante Zusammenarbeit“, freut sich Marion Edelhoff, Vorsitzende des Dortmunder Kunstvereins, auf die Zusammenarbeit mit Nagel.
Hendrike Nagel, geboren 1989 in Lübeck, hat an der ArtEZ University of Arts im niederländischen Arnheim und Curatorial Studies und Kunstgeschichte an der Goethe-Universität und der Städelschule in Frankfurt studiert. Zu ihren beruflichen Stationen zählen unter anderem die Kunsthalle Portikus in Frankfurt am Main, der Kunstverein Braunschweig sowie der Schinkel Pavillon in Berlin. Zudem war Nagel für die letzte Documenta im Jahr 2022 tätig. Neben diesen institutionellen Tätigkeiten verantwortete sie als freie Kuratorin mehrere Ausstellungen, unter anderem in der Halle für Kunst in Lüneburg oder für den Verein „Villa Aurora & Thomas Mann House“.
Seit 2024 ist Hendrike Nagel künstlerische und kaufmännische Leiterin des Kunstvereins für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin und zugleich Vorstandsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine. In Schwerin realisierte sie ein dialogisches Ausstellungs- und Rahmenprogramm, das Projekte von Künstler*innen wie Nancy Lupo, Julian Irlinger, Emily Jones, Cora Pongracz, aktuell Adriana Ramic und zukünftig noch von Céline Mathieu sowie Matthias Noggler & Paul Goesch umfasst. Ihre kuratorische Praxis fokussierte sich dabei auf kollaborative Praktiken sowie die Entwicklung nachhaltiger Formen des Ausstellungsmachens und des institutionellen Arbeitens. „Ich freue mich sehr, an die diversitätssensible Ausrichtung des Dortmunder Kunstvereins anknüpfen zu können und sie durch ein künstlerisches wie strategisches Programm fortzuführen, das sich für ein wandelndes Selbstverständnis und eine zeitgemäße Repräsentationsfunktion öffentlicher Institutionen einsetzt“, blickt Hendrike Nagel auf ihre neue Aufgabe voraus. |