Neue Stiftungsinitiative fürs Städel Museum  |  | Das Städel will sein Stiftungskapital auf mindestens 100 Millionen Euro erhöhen | |
Das Städel Museum in Frankfurt am Main hat eine Endowment-Kampagne gestartet, die das Stiftungskapital des Kunstmuseums deutlich erhöhen soll. Mehr als zwei Jahrhunderte nach der Gründung geht es nun einen entscheidenden Schritt zur langfristigen Sicherheit seiner finanziellen Eigenständigkeit weiter. Mit dem „Städel Zukunftsfonds“ sollen alle Kernaufgaben des Museums auch in den kommenden Generationen gewährleistet werden. Seit den Vorbereitungen erhielt das Städel bereits Zuwendungen und Zusagen in Höhe von über 10 Millionen Euro, was auf der Auftaktveranstaltung am vergangenen Wochenende um einen weiteren Millionenbetrag erhöht werden konnte. Ziel ist es, das Grundstockvermögen der Stiftung Städelsches Kunstinstitut auf mindestens 100 Millionen Euro zu erweitern.
Das Städel ist seit seiner Gründung 1815 eine private Stiftung und erwirtschaftet seine Erträge hauptsächlich durch Eintrittsgelder, private Förderer, Stiftungen, Unternehmen und den Städelschen Museums-Verein. Zusätzlich erhält es Mittel von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen. Dabei bringt das Museum nach eigenen Angaben 85 Prozent seines Gesamtbudgets selbst auf und hat somit einer der höchsten Eigenfinanzierungsquoten aller europäischen Museen. Laut Direktor Philipp Demandt ist das Städel das erste deutsche Kunstmuseum, das eine solche Stiftungskampagne durchführt: „Die Welt verändert sich, und nur was sich wandelt, bleibt bestehen. Das Städel nimmt diesen Wandel an und gestaltet ihn entschlossen und selbstbestimmt. Die signifikante Erweiterung des Grundstockvermögens unserer Stiftung ist ein historischer Meilenstein und zugleich der nächste konsequente Schritt in Richtung Zukunft.“ |