Karlsruhe öffnet Hubbuch-Archiv für Besucher  |  | Im Hubbuch-Archiv des Kunstmuseums Karlsruhe | |
Das Kunstmuseum Karlsruhe macht seine Tätigkeit künftig öffentlich erlebbar und gibt dazu Einblicke in die Arbeit mit dem Nachlass von Karl Hubbuch. Während der Öffnungszeiten des Archivs können Interessierte die Inventarisierungsprozesse vor Ort mitverfolgen. Besucher*innen erhalten zudem Zugang zu Hubbuchs umfangreicher Präsenzbibliothek, können Werke und Archivalien einsehen sowie den Forschungsnachlass des Kunsthistorikers Wolfgang Hartmann konsultieren, der sich intensiv mit dem Karlsruher Künstler beschäftigt hat.
Nach der Übernahme des künstlerischen Nachlasses von Karl Hubbuch im Jahr 2019 verfügt das Kunstmuseum Karlsruhe heute über die weltweit größte Sammlung des Künstlers mit mehr als 1.500 Arbeiten auf Papier und 33 Gemälden. In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung wird der umfangreiche Bestand seit 2023 inventarisiert und digitalisiert. Ziel ist es, eine Einzelausstellung für das Jahr 2027 vorzubereiten und neue Vermittlungsformate zu entwickeln.
Karl Hubbuch zählt zu den zentralen Vertretern des Verismus und der Neuen Sachlichkeit in Deutschland. Bekannt wurde der 1891 in Karlsruhe geborene Maler und Grafiker vor allem durch seine satirischen, oft gesellschaftskritischen Darstellungen der politischen Realität seines Umfelds. Während sich bisherige Ausstellungen und Publikationen vor allem mit seinen Werken aus den 1920er Jahren beschäftigten, soll das Projekt des Kunstmuseums Karlsruhe vor allem sein späteres Schaffen untersuchen.
Das Hubbuch-Archiv hat am Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Ab dem 9. April veranstaltet das Kunstmuseum Karlsruhe außerdem öffentliche Führungen zum Hubbuch-Nachlass. |