Guillaume Cerutti verlässt überraschend Artémis-Gruppe  |  | Guillaume Cerutti und François Pinault gehen getrennte Wege | |
Guillaume Cerutti, ehemaliger Leiter von Christie’s und bis jetzt noch amtierender Vorsitzender des Aufsichtsrates des Auktionshauses, zieht sich aus dem Firmenkonglomerat von François Pinault zurück. Dies teilte er auf seinem LinkedIn-Profil mit. Auch sein Amt als Präsident der Pinault Collection legt er nach 13 Monaten nieder, was die Finanzholding „Group Artémis“ der Pinault-Familie am 27. März bestätigte. Nach Angaben von „The Art Newspaper“ kam der Bruch zwischen Guillaume Cerutti und François Pinault, die bisher als enge Vertraute galten, für ihre nähere Umgebung gänzlich unerwartet. Auf seinem LinkedIn-Post nennt Cerutti keine Gründe, vielmehr spricht von einer „nächsten Stufe auf seinem Karriereweg“.
Laut der Mitteilung von Artémis wird Cerutti im Aufsichtsrat von Christie’s durch François-Henri Pinault, François Pinaults Sohn und Nachfolger, ersetzt, der auch Geschäftsführer der Luxusfirmengruppe Kering ist. Die Entscheidungen seien „in Übereinstimmung“ zwischen den drei Männern gefallen. Der 89jährige François Pinault will sich selbst verstärkt um die Pinault Collection kümmern, die seine Privatsammlung von mehr als 10.000 Kunstwerken und die Museen Bourse de Commerce in Paris, Palazzo Grassi und Punta della Dogana in Venedig umfasst. Die Pinault Collection verfolge keinen Ersatz für Cerutti oder einen Interimspräsidenten. Die Pinault-Museen in den zwei Städten, so schreibt es Cerutti auf LinkedIn, werden von einem sehr guten Team geleitet und verzeichneten 2025 Rekordbesuchszahlen. Am Ende der Fußballsaison im Mai will Guillaume Cerutti zudem den Vorsitz im Aufsichtsrat des Fußballclubs „Stade Rennais“ in Rennes abgeben, der ebenfalls zur „Group Artémis“ gehört. |