Gestohlener antiker Goldhelm sichergestellt  |  | Der Helm von Cotofenesti ist nach dem Diebstahl aus dem Drents Museum wieder zurück | |
Teile der im vergangenen Jahr aus dem Drents Museum im niederländischen Assen gestohlenen antiken Goldobjekte sind wieder aufgetaucht. Museumsdirektor Robert van Langh stellte zwei entwendeten Armreife und den berühmten Helm von Cotofenesti bei einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor und bedankte sich bei der niederländischen Polizei und Staatsanwaltschaft, den rumänischen Ermittlungsbehörden sowie der nationalen und internationalen Justiz, die sich unermüdlich für die Aufklärung dieses Falls eingesetzt hätten. Die Objekte befänden sich nun wieder in sicheren Händen. Nun soll das Diebesgut auf etwaige Schäden untersucht werden, um sie dann zu restaurieren und im Anschluss ihre Rückführung nach Rumänien zu organisieren.
In der Nacht auf den 25. Januar 2025 drangen Diebe gewaltsam in das Drents Museum ein und sprengten dabei die Museumstüren auf. Auf ihrem Beutezug nahmen sie antike Goldobjekte der Daker mit, die anlässlich einer Ausstellung über das Reich von Dakien aus dem Nationalmuseum für rumänische Geschichte in Bukarest ausgeliehen waren, darunter den Helm von Cotofenesti, eine wertvolle zeremonielle Kopfbedeckung aus der Zeit um 450 vor Christus, die als unverkäuflich gilt. Der Anschlag war der schwerste in der mehr als 170jährigen Geschichte des Museums und ist laut Langh der erste brutale Raubüberfall unter Einsatz von Sprengstoff in den Niederlanden. Die Polizei hat drei Tatverdächtige festgenommen, die bereits vor Gericht stehen. Den Angeklagten wurden bei Hinweisen auf den Verbleib der Beute mildere Strafen in Aussicht gestellt. In der Zwischenzeit haben die Niederlande eine Entschädigung in Höhe von 5,7 Millionen Euro an Rumänien überwiesen. Noch immer fehlt ein weiterer Armreif aus dem Beutezug. |