Manifesta stellt neues Leitungsteam vor  |  | Hedwig Fijen zieht sich von der Manifesta zurück | |
Die europäische Wander-Biennale Manifesta hat ein neues Leitungsteam berufen.
Die bisherige niederländisch-britische stellvertretende Direktorin Emilia van Lynden und die in Berlin ansässige australische Kuratorin Catherine Nichols treten an die Spitze und lösen Hedwig Fijen ab, die seit über 30 Jahren als Direktorin der Manifesta tätig ist. Ab Oktober sollen sie die gemeinsame Verantwortung mit van Lynden als Generaldirektorin und Nichols als künstlerischer Direktorin tragen.
Emilia van Lynden ist bereits seit 2019 Teil der Manifesta Foundation und war an den letzten vier Ausgaben der Kunstschau beteiligt. Catherine Nichols arbeitete als Creative Mediator für Manifesta 14 in Pristina sowie als Mitglied des Artistic Boards für die kommende Manifesta 16 Ruhr. Beide betonen die Wichtigkeit von transformativen, forschungsbasierten Organisationen wie der Manifesta, die sie während ihrer Amtszeit weiterentwickeln möchten, um lokale gesellschaftliche Fragen und Perspektiven näher zu beleuchten. Die zwei neuen Leiterinnen sollen 2028 bei der Manifesta 17 im portugiesischen Coimbra ihr Debut geben.
Die 65jährige Hedwig Fijen wurde 1991 vom niederländischen Amt für Bildende Kunst in Den Haag damit beauftragt, eine paneuropäische Plattform für die bildenden Künste zu entwickeln. Seitdem ist sie Direktorin der Manifesta. Zu ihren Aufgaben gehören neben der organisatorischen Leitung die Auswahl der Gastgeberstädte, der Kuratoren sowie die inhaltliche Ausrichtung. Während ihrer Amtszeit entwickelte sie eine hybride, interdisziplinäre Plattform, die sich mit sozialen und städtischen Transformationsprozessen auseinandersetzt. „Ich bin zutiefst dankbar, dass die Manifesta es geschafft hat, das Denken und Handeln einer ganzen Generation von Kurator*innen und Kunstschaffenden mitzuprägen“, resümiert Fijen ihre Karriere als Direktorin. „Besonders erfüllt mich, dass zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre ersten großen Beiträge im Rahmen der Manifesta realisieren konnten.“ Die letzte Manifesta unter ihrer Leitung findet von Juni bis Oktober im Ruhrgebiet statt und soll in Bochum, Essen, Gelsenkirchen und Duisburg in zwölf ehemaligen Kirchenräumen als Orte der Transformation stattfinden. |