Sophie Haslinger leitet Fotomuseum Winterthur  |  | Sophie Haslinger übernimmt das Fotomuseum Winterthur | |
Sophie Haslinger wird neue Direktorin des Fotomuseums Winterthur. Der Stiftungsrat hat die 1986 geborene Kunsthistorikerin und Kuratorin nach einem Auswahlprozess berufen. Sie tritt ihren neuen Posten am 1. August an und folgt auf Nadine Wietlisbach, die das Haus seit 2018 geprägt hat und im Frühsommer als Leiterin die Kulturförderung beim Migros-Genossenschafts-Bund übernimmt. „Mit Sophie Haslinger gewinnt das Fotomuseum Winterthur eine Direktorin, die kuratorische Praxis mit aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen verbindet und damit wichtige Impulse für die inhaltliche Weiterentwicklung des Hauses setzt“, begründete Madeleine Schuppli, Präsidentin des Stiftungsrats, die Wahl.
Die gebürtige Wienerin hat Kunstgeschichte sowie Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien studiert und war 2017 Curatorial Research Fellow am Museum of Contemporary Photography in Chicago. Seit 2015 ist Haslinger am Kunsthaus Wien tätig, zunächst als Assistenzkuratorin und Ausstellungsmanagerin, seit 2022 als Kuratorin und Leiterin der Abteilung Ausstellungen, in der sie unter anderem das Programm entwickelt. Sie arbeitete außerdem für das Festival „Foto Wien“ und realisierte zahlreiche unabhängige Ausstellungsprojekte. In den vergangenen beiden Jahren hat sie unter anderem die Präsentationen „Into the Woods. Annäherungen an das Ökosystem Wald“, „Mika Rottenberg. Antimatter Factory“ und „Julius von Bismarck. Normale Katastrophe“ verantwortet. Aktuell ist im Kunsthaus Wien ihre Schau „Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures“ zu sehen.
Das Fotomuseum Winterthur widmet sich seit der Gründung 1993 der zeitgenössischen Fotografie und visuellen Kultur. Die Institution präsentiert jährlich drei bis fünf Ausstellungen, in denen jüngere, aber auch etablierte internationale Fotograf*innen und Kunstschaffende zu Wort kommen. Die Direktion des Fotomuseums zu übernehmen, sei für sie eine große Freude und zugleich eine große Verantwortung, betonte Sophie Haslinger. „Das Haus prägt die Auseinandersetzung mit Fotografie und Bildkulturen seit vielen Jahren. Diese Arbeit gemeinsam mit dem Team weiterzuführen, ist mir ein wichtiges Anliegen. Als lokal wie international verankerte Kulturinstitution bietet das Fotomuseum Winterthur ein starkes Fundament, auf dem ich aufbauen möchte.“ |