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Georg Lührig: Wiesbaden entdeckt einen Dresdner Meister

Georg Lührig, Die beiden Alten, 1899

Fast vierzig Jahre sind seit der letzten großen Ausstellung mit Werken Georg Lührigs vergangen. Nun widmet das Museum Wiesbaden dem Künstler die umfassende Schau „Jugendstil und Symbolismus: Georg Lührig. Ein Meister aus Dresden“ und präsentiert dazu über 100 Arbeiten des Künstlers, der ab 1894 in der sächsischen Kunstmetropole lebte und dort vor allem als Monumentalmaler hervortrat. Anlass der Ausstellung ist der Kontakt zu Lührigs Nachfahren, die dem Museum 2024 ein Konvolut von über 60 Werken übergaben, etwa die Hälfte davon als Schenkungen. Diese Arbeiten waren Jahrzehnte lang der Forschung verborgen und in einem kritischen Zustand. Unter ihnen befinden sich 26 Entwürfe für Wandgemälde, die einst öffentliche Dresdner Gebäude schmückten, jedoch im Krieg zerstört wurden. Im Rahmen eines aufwendigen Restaurierungsprozesses konnten die Werke konservatorisch gesichert und nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Georg Lührig wurde 1868 in Göttingen geboren und war fast fünf Jahrzehnte in Dresden tätig. Gemeinsam mit Künstlern wie Hans Unger, Sascha Schneider, Oskar Zwintscher und Richard Müller prägte er dort um 1900 eine eigene Bildsprache zwischen Symbolismus und Jugendstil. Im Zentrum seines Schaffens stehen Landschaften, Tierdarstelllungen und Portraits, die sich durch feine Naturbeobachtung und stimmungsvolle Atmosphäre auszeichnen. Dabei arbeitete Lührig mit unterschiedlichen Techniken wie Ölmalerei, Kohle, Bleistift, Aquarell, Lithografie und Freskotechnik. Besonders seine Reisen nach Rumänien waren für den Künstler eine der wichtigsten Inspirationsquellen. Auch als Kriegsmaler im Ersten Weltkrieg machte Lührig sich einen Namen.

Highlight der Ausstellung sind die großformatigen Studien zu den zerstörten Wandgemälden. Von 1904 bis 1932 fertigte Georg Lührig etwa im damaligen Königlichen Ministerium für Kultus und Unterricht und in der Dreikönigsschule in Dresden monumentale Fresken zu verschiedenen allegorischen Themen an. Durch das Restaurierungsprojekt der Kulturstiftung der Länder und des Freundeskreises der Kulturstiftung der Länder konnten die dazugehörigen Entwürfe aufbereitet werden. „Als zentrale Zeugnisse einer versunkenen Epoche deutscher Kunst dokumentieren sie maßgebliche Entwicklungen des Jugendstils und Symbolismus in Dresden, einer künstlerischen Hochburg um 1900“, so Kurator Peter Forster. Durch verschiedene Medienstationen wird die Archiv- und Forschungsarbeit zu den Wandgemälden und anderen Arbeiten Lührigs im Museum erlebbar.

Die Ausstellung „Jugendstil und Symbolismus: Georg Lührig. Ein Meister aus Dresden“ läuft bis zum 17. Januar 2027. Das Museum Wiesbaden hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro; für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos. Die gleichnamige Begleitpublikation aus dem Deutschen Kunstverlag ist für 34 Euro an der Museumskasse erhältlich.

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
D-65185 Wiesbaden
Telefon: +49 (0)611 – 335 2250


27.05.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Barbara Bauer

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22.05.2026, Jugendstil und Symbolismus - Georg Lührig: Ein Meister aus Dresden

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Museum Wiesbaden

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Jugendstil

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Symbolismus

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Georg Lührig, Zephir I, 1930
Georg Lührig, Zephir I, 1930

Variabilder:

Georg Lührig, Rumänischer Park, 1900
Georg Lührig, Rumänischer Park, 1900








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