Sammlung Horn für Schloss Gottorf gesichert  |  | Bettina Horn hat rund 500 Werke in den Besitz der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf überführt | |
Die Museumslandschaft Schleswig-Holsteins durfte sich am vergangenen Donnerstag über einen bedeutenden Zugewinn freuen: Im Beisein von Ministerpräsident Daniel Günther hat die Kunstsammlerin und Stifterin Bettina Horn angekündigt, ihre renommierte Sammlung dem Land Schleswig-Holstein zu schenken. Die mehr als 500 Objekte umfassende Kollektion mit Werken von Emil Nolde, Alexej von Jawlensky oder Ernst Ludwig Kirchner ist seit Jahrzehnten eng mit Schloss Gottorf verbunden und soll nun dauerhaft auf der Museumsinsel in Schleswig bleiben.
Der Kieler Unternehmer und Modehausbesitzer Rolf Horn sammelte leidenschaftlich mit seiner Frau seit den 1960er Jahren Werke des deutschen Expressionismus. Ein besonderes Interesse galt neben Nolde den anderen beiden großen norddeutschen Expressionisten Christian Rohlfs und Ernst Barlach. Zur Sammlung gehören darüber hinaus Arbeiten von Mitgliedern der Künstlergruppe „Brücke“, darunter von Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel und Hermann Max Pechstein. Im Jahr 1988 wurde die Kollektion erstmals auf Schloss Gottorf präsentiert und erhielt 1995, dem Todesjahr von Rolf Horn, einen festen Platz in der Galerie der Klassischen Moderne. Mit der Schenkung erfüllt Bettina Horn ihrem verstorbenen Ehemann nun seinen letzten Wunsch.
Nach zweijähriger Ausstellungstournee durch Deutschland und die Schweiz kehrt die Sammlung, die Bettina Horn über letzten Jahrzehnte etwa um Positionen von Max Beckmann, Werner Heldt oder Hans Uhlmann kontinuierlich erweitert hat, nun nach Schleswig zurück. Mit der Wiedereröffnung der sanierten Galerie der Moderne am 2. Juli werden zahlreiche Arbeiten auf Schloss Gottorf zu sehen sein. Damit bleibt dieses außergewöhnliche kulturelle Erbe dauerhaft für die Öffentlichkeit erhalten. |