Rosa Barba-Schau in Zürich  |  | in der Ausstellung „Zurich Art Prize 2026: Rosa Barba. Thick Harmonies“ | |
Das Museum Haus Konstruktiv präsentiert in der Schau „Thick Harmonies“ Werke von Rosa Barba, Trägerin des Zurich Art Prize 2026, der seit diesem Jahr mit einem Gesamtvolumen von 130.000 Franken dotiert ist. Barbas künstlerisches Schaffen bewegt sich an der Schnittstelle von Film, Skulptur und Installation. Charakteristisch ist zudem die Verbindung von Kunst und Wissenschaft. In ihren filmischen Arbeiten zeigt sich dies in der Auseinandersetzung mit Landschaften, mit technologischen Infrastrukturen und mit den Ökologien der Zukunft. In Zürich verändert Barba die Ausstellungsräume in Orte aus Skulpturen, Filmen, Soundtracks und dem Klang der Projektoren.
Rosa Barba, Absolventin der Kunsthochschule für Medien in Köln, interessiert sich für den Film, versteht ihn jedoch als offenes System: In ihm verschränken sich Zeit, Raum und Bild neu miteinander. Einerseits geht es um das bewegte Bild, andererseits aber auch um das dynamische Potenzial seiner Präsentation. So verweist schon der Ausstellungstitel „Thick Harmonies“ auf diese Vielschichtigkeit, die sich durch das gesamte Œuvre Barbas zieht. In ihren Filmen liegen Erzählstränge aus Dokumentation, Fiktion und Narration übereinander. Ergänzend kommen auf der akustischen Ebene komponierte Soundtracks mit speziellen Klängen, etwa Field Recordings oder dem Sound der Filmskulpturen hinzu.
Eine geschwungene Stahlrohrkonstruktion zieht sich einem eigenen Rhythmus folgend durch die ersten beiden Räume. Sie dient zum einen als Tragestruktur, zum anderen leitet sie den Besuchenden durch die Säle. Die einzelnen Arbeiten widmen sich Themen wie Licht, Sprache und Zeit. Letztere versteht Barba, die etwa im Centre Georges Pompidou oder auf der 53. und 56. Biennale von Venedig ausstellte, weniger als lineare Erzählung, sondern, als Verdichtung von Ereignissen. In diesem Archiv aus Spuren, Fragmenten und Wiederholungen überschreiben sich Vergangenheit und Zukunft gegenseitig.
In Arbeiten wie „Off My Mind“ und „Language Infinity Sphere“ von 2025 überführt Rosa Barba Sprache und Bewegung in sich ständig wandelnde Systeme: Textfragmente, typografische Elemente oder poetische Zitate formieren sich zu neuen Worten, die gezielt ihre Bedeutungen offen lassen. Ein zentrales Werk der Schau ist der 2025 realisierte und im New Yorker MoMA uraufgeführte 35-mm-Film „In Charge“. Das Thema ist das Licht als Energiequelle, als wissenschaftliches Phänomen und als Auslöser ökologischer Veränderungen. Hierzu nutzte Barba Recherchen am Observatoire Radioastronomique de Nançay und Aufnahmen in Solarparks, Physiklaboren und astronomischen Forschungsstätten. v
Die Ausstellung „Zurich Art Prize 2026: Rosa Barba. Thick Harmonies“ läuft bis zum 30. August. Das Museum Haus Konstruktiv hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, am Mittwoch bis 20 Uhr geöffnet. Das Museum bleibt am 1. und 8. August geschlossen. Der Eintritt beträgt 18 Franken, ermäßigt 12 Franken und ist für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos.
Museum Haus Konstruktiv – Stiftung für konstruktive und konkrete Kunst
Limmatstrasse 268
CH-8005 Zürichv
Telefon: +41 (0)44 – 217 70 80
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