Ende des Palais Populaire in Berlin  |  | Das Palais Populaire der Deutschen Bank in Berlin schließt | |
Das Palais Populaire der Deutschen Bank in Berlin schließt seine Pforten Ende dieses Jahres. Die Bank will ihr kulturelles Engagement neu ausrichten und beendet daher ihre Ausstellungtätigkeit im historischen Prinzessinnenpalais. Darüber hat zuerst die Zeitschrift Monopol berichtet. Geplant sind ab 2027 neue Formate der Förderung junger Künstler*innen. Näheres soll im Herbst bekannt werden. Die Auszeichnung „Artist of the Year“ wird fortgeführt, wobei die Präsentation der ausgewählten Künstler*innen, die bisher immer das Palais Populaire ausgerichtet hat, an wechselnden Orten stattfinden soll. Die Partnerschaften mit dem Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart für eine Talkreihe und den Berliner Philharmonikern bleiben bestehen. Den Abschluss bildet ein für November geplantes Kulturfestival. Derzeit ist im Palais Populaire die Ausstellung „Seeing Words, Reading Images“, ein Dialog zwischen der Written Art Collection und der Sammlung Deutsche Bank, zu sehen. Ab September läuft dort bis zum Jahresende die Schau zur „Artist of the Year“ mit Werken der Preisträgerin Lucia Tallová.
Die Deutsche Bank besitzt seit 1997 ein festes Ausstellungshaus in Berlin. Hierzu dienten zunächst die Räume im Erdgeschoss der bankeigenen Hauptstadtrepräsentanz. Bis Ende 2012 hatte sich das Geldhaus hierfür unter dem Namen „Deutsches Guggenheim“ mit der Salomon R. Guggenheim Foundation in New York zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Danach eröffnete es im April 2013 am selben Ort die „Deutsche Bank Kunsthalle“, die unter der alleinigen Verantwortung geführt wurde. Fünf Jahre später zog das Vorhaben in den zum Ausstellungshaus umgebauten und nur wenige Meter entfernten Prinzessinnenpalais um. Unter der Leitung von Svenja von Reichenbach bot das Palais Populaire ein breitgefächertes Programm zu Aspekte der Gegenwartskunst und -kultur. |