Louvre öffnet Apollo-Galerie wieder  |  | Die Galerie d’Apollon im Louvre ist wieder für das Publikum geöffnet | |
Das Pariser Musée du Louvre öffnet heute die Galerie d’Apollon wieder, die im vergangenen Herbst Schauplatz des spektakulären Juwelendiebstahls und daher seit dem 19. Oktober geschlossen war. Wie Louvre-Direktor Christophe Leribault mitteilte, wird die wertvolle Sammlung der historischen Schmuckstücke, die bisher in diesem Museumsraum zu sehen war, hier nicht mehr einziehen. Vielmehr soll die prächtige Wanddekoration aus Gemälden und Skulpturen im Mittelpunkt stehen und so der Galerie d’Apollon ihre ursprüngliche repräsentative Bestimmung zurückgeben. Die Juwelen, die die Diebe nicht erbeuten konnten, sollen zukünftig in einem fensterlosen Tresorraum präsentiert werden, der noch gebaut werden muss. Obwohl die Täter schon festgenommen wurden, sind bis heute acht Pretiosen der französischen Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro verschwunden.
Die Galerie d’Apollon entstand im ausgehenden 17. Jahrhundert, nachdem ein Feuer am 6. Februar 1661 die Petite Galerie zerstört hatte. Die Innenausstattung wurde einem Team des Malers und Dekorateurs Charles Le Brun anvertraut, der den Gott Apoll, den Ludwig XIV. gerade zur inspirierenden und schützenden Symbolfigur seiner Herrschaft erkoren hatte, zum Thema wählte. Die Gestaltung wechselt zwischen großen bemalten Feldern, Medaillons und Stuckfiguren und nimmt damit das Gewölbe des Spiegelsaals im Schloss Versailles vorweg. Spätere Generationen setzten die nicht vollendete Ausmalung fort, darunter Hugues Taraval, Jean-Jacques Lagrenée oder Eugène Delacroix. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Galerie Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Architekten Félix Duban, der eine Holzvertäfelung im Stil Ludwigs XIV. rekonstruierte und dazwischen eine Serie von 28 Wandteppichen mit Portraits einfügte, die von 1854 bis 1863 in der Manufacture des Gobelins gewebt wurden. |