Initiative für Vielfalt und Zusammenhalt in Sachsen-Anhalt  |  | Auch die Stiftung Bauhaus Dessau beteiligt sich an der Initiative #stolzaufVielfalt | |
Ein Bündnis mehrerer Kulturinstitutionen in Sachsen-Anhalt hat kurz vor der dortigen Landtagswahl eine Initiative für Vielfalt, demokratische Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt gestartet. Unter dem Motto „Stolz auf Vielfalt“ wollen sie der Frage nachgehen, worauf die Menschen in Sachsen-Anhalt stolz sein können. Die Kampagne lädt Kultureinrichtungen, Vereine, Initiativen, Unternehmen, Kommunen und Einzelpersonen dazu ein, sichtbar zu machen, was Sachsen-Anhalt prägt, was Gemeinsamkeiten schafft und was die Kultur des Landes ausmacht. Daran beteiligen sich unter anderem die Franckeschen Stiftungen, die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, die Kulturstiftung sowie die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, die Stiftung Bauhaus Dessau, die Stiftung Evangelisches Anhalt, die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz oder die Werkleitz Gesellschaft.
Unter dem Hashtag #stolzaufVielfalt werden ab sofort zahlreiche Motive und Botschaften in den sozialen Medien veröffentlicht. Sie zeigen unterschiedliche Perspektiven auf Sachsen-Anhalt: Stolz auf Handwerk und Erfindergeist, Stolz auf Erinnern und Verantwortung, Stolz auf Kultur und Kreativität, Stolz auf Wissenschaft und Bildung sowie Stolz auf Ehrenamt und demokratisches Engagement. So soll ein vielstimmiges Bild dessen entstehen, was das Bundesland ausmacht.
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen liegt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD mit weitem Abstand vor allen anderen Parteien und könnte die absolute Mehrheit erreichen. Im Fall der Regierungsübernahme hat sie eine „neue patriotische Kulturpolitik“ angekündigt und will von den Kultureinrichtungen ein „Bekenntnis zu Staat, Demokratie und deutscher Kultur“ einfordern. In direkter Nachfolge der Nationalsozialisten hat die AfD etwa das Bauhaus Dessau im Landtag als „Irrweg der Moderne“ bezeichnet. Dagegen wollen die Initiatoren der neuen Kampagne deutlich machen, dass die unterschiedlichen Menschen, Erfahrungen und Perspektiven im Land keine Gegensätze sind, sondern für eine gemeinsame Stärke und Kultur stehen. |