Performance-Projekt von Ari Benjamin Meyers zur Manifesta 16  |  | Der Troubadour von Ari Benjamin Meyers und Riah Knight zieht durchs Ruhrgebiet | |
Wie im Mittelalter: Der Troubadour zog von Hof zu Hof, genoss die Gastfreundschaft und unterhielt die Gastgeber mit Geschichten, Liedern, Balladen und Neuigkeiten aus der Welt da draußen. Ähnlich geht Riah Knight im Ruhrgebiet vor: In dem einmonatigen Projekt „The Troubadour“ von Ari Benjamin Meyers zieht die die Performerin, Schauspielerin und Songwriterin von Ort zu Ort, von Bochum nach Dortmund, von Duisburg nach Essen. Begleitet von ihrem Assistenten, „The Juggler“ alias Christian Löffel, wird die Troubadour-Figur bis zum 10. September Menschen begegnen, Geschichten austauschen, umherwandern und sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurechtfinden, während sie nach Orten zum Verweilen sucht. Unterwegs wird Riah Knight eigene Songs schreiben und spielen – in Konzertsälen und Clubs ebenso wie auf Marktplätzen und in Parks. So kombiniert sie die Musik, die der Komponist und Künstler Ari Benjamin Meyers vorab für das Projekt geschaffen hat, mit neuem Material.
Meyers stammt aus Long Island und arbeitete nach dem Studium von Klavier und Komposition an der Juilliard School mit Künstlern wie Anri Sala, Tino Sehgal und Dominique Gonzalez-Foerster zusammen. Derzeit ist er Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Sein Projekt „The Troubadour“ entstand als Koproduktion mit Urbane Künste Ruhr, einer dezentralen Institution für Gegenwartskunst im Ruhrgebiet, und der Manifesta 16 Ruhr. Seit 30 Jahren organisiert diese europäische Wanderbiennale, die 1996 in Rotterdam gegründet wurde, an wechselnden Orten künstlerische Projekte von lokalen Akteuren, Initiativen und Gemeinschaften. In diesem Jahr verwandelt sie bis zum 4. Oktober zwölf leerstehende Kirchen in den vier Ruhrgebietsstädten Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen in offene Orte für Kunst, Bildung und nachbarschaftliche Begegnung. Die 71 Veranstaltungen umfassen Performances, Workshops, Interventionen und Ausstellungen.
„The Troubadour“ ist auch Teil der Ausstellung „Unheimliche Verschiebungen“, die ab 22. August zur diesjährigen Ruhrtriennale gezeigt wird. In Dortmund ist der Troubadour am 23. August um 16:30 Uhr zu Gast. Treffpunkt ist das Dietrich-Keuning-Haus in der Leopoldstraße. Die Reise des Troubadours Riah Knight endet am 10. September um 19 Uhr in der Christ-König-Kirche in Bochum. Ein Epilog schließt sich am 19. September um 19 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche St. Petri in Dortmund im Rahmen der DEW21 Museumsnacht an.
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