Mara-Johanna Kölmel neu am Kunstmuseum Bonn  |  | Mara-Johanna Kölmel ist seit September Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Kunstmuseum Bonn | |
Mara-Johanna Kölmel ist neue Kuratorin für Gegenwartskunst am Kunstmuseum Bonn. Die 1989 in Karlsruhe geborene Kunsthistorikerin ist vom Zeppelin Museum in Friedrichshafen, wo sie seit Januar 2024 die Kunstabteilung leitete, nun an den Rhein gewechselt. „Mit Mara Kölmel haben wir eine herausragende Verstärkung für das Team des Kunstmuseums Bonn gewonnen, die international vernetzt und hochkompetent im Bereich der postdigitalen Kunst ist. Darüber hinaus schätze ich ihre außergewöhnliche Art des Kuratierens sehr, die unser Programm bereichern wird“, so Museumsintendantin Claudia Emmert. Am Zeppelin Museum zogen die von Kölmel mitverantworteten Ausstellungen „Choose Your Player“ und „Bild und Macht“ jeweils über 100.000 Besucher*innen an.
Mara-Johanna Kölmel studierte Kunstgeschichte am Courtauld Institute of Art in London und wurde an der Leuphana Universität in Lüneburg mit der Schrift „Sculpture in the Augmented Sphere“ promoviert, in der sie die grundlegende Erweiterung der Skulptur durch digitale Technologien seit den 1950er Jahren analysierte. Internationale Stationen führten sie unter anderem an die Biennale of Sydney, das Somerset House in London, das Arko Art Center in Seoul, die Kunsthalle Hamburg sowie die Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Seit über fünfzehn Jahren kuratiert Kölmel Ausstellungen, Forschungsprojekte und Vermittlungsformate an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen kulturelle Umbrüche und gesellschaftliche Transformationen der Gegenwart. Darüber hinaus hat sie digitale, hybride und experimentelle Präsentations- und Forschungsformate in Zusammenarbeit mit Institutionen wie der Transmediale, NTS Radio, V.O Curations und Peer to Space entwickelt.
„Am Kunstmuseum Bonn reizt mich die Möglichkeit, eine bemerkenswerte Sammlung mit den drängenden Fragen unserer Zeit in Beziehung zu setzen“, so Mara-Johanna Kölmel zu ihrer neuen Aufgabe. Sie versteht das Museum als eine offene und gesellschaftlich relevante Einrichtung: „Besonders spannend finde ich, das Museum als progressive Institution weiterzudenken: als einen Ort, der Kunst nicht nur bewahrt und zeigt, sondern der Gegenwart verhandelt und Zukunft mitgestaltet. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung sehe ich Museen als wichtige Räume des Dialogs, des Experiments und des Widerspruchs.“ |