Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 14.10.2026 Konstruktion & Farbe, Werke aus einer Privatsammlung & Privatbesitz

© Beurret Bailly Widmer Auktionen AG

Anzeige

Les baigneurs, 1980/81 / Niki de Saint Phalle

Les baigneurs, 1980/81 / Niki de Saint Phalle
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Das flanierende Paar / Max Stern

Das flanierende Paar / Max Stern
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Winterlandschaft, Blick von Hoflößnitz / Theodor Rosenhauer

Winterlandschaft, Blick von Hoflößnitz / Theodor Rosenhauer
© Döbele Kunst Mannheim


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Düsseldorf zeigt umfassende Retrospektive zu Jörg Immendorff

in der Ausstellung „Immendorff“

„Immendorf“: die Konzentration des Ausstellungstitels allein auf den Nachnamen des Künstlers deutet schon darauf hin, welche provokativen Signale er bei vielen auszulösen vermochte. „An Immendorff scheiden sich die Geister“, hat einmal der Kunstkritiker Heiner Stachelhaus konstatiert. Trotzdem ist seine Kunst auch nach dem Ableben im Mai 2007 in der Wahlheimatstadt Düsseldorf und im Rheinland sehr präsent. Dies war der Grund, weshalb sich das Museum Kunst Palast in der NRW-Hauptstadt entschied, sich trotz zahlreicher Immendorff-Ausstellungen in Deutschland erneut dem Œuvre des 1945 in Bleckede bei Lüneburg geborenen Künstlers zu widmen. Die von den Kuratorinnen Felicity Korn und Westrey Page kuratierte Schau bietet mit 120 chronologisch arrangierten Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Dokumenten einen kompakt in sechs Kapiteln zentrierten Überblick über sämtliche Werkphasen des öffentlichkeitswirksamen und meinungsstarken Provokateurs.

Die Besucher*innen erwartet ein von kräftigem Kolorit gekennzeichneter Parcours von Werken, deren plakative, comicartige Bildsprache in Kombination mit Leitgedanken in Textform politische Situationen und soziale Missstände hinterfragt. Maßgeblich geprägt von seinem Lehrer Joseph Beuys arbeitete Jörg Immendorff stets daran, in einer prägnanten Bildsprache das gesellschaftliche und identitätsstiftende Potential der Kunst auszuschöpfen. Dies zeigt bereits die erste Werkgruppe der um 1966/67 entstandenen „Baby-Bilder“. Vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges illustrierte Immendorff pausbäckige Babys zu ironisch gebrochenen Sinnbildern des Protestes, die Liebe, Frieden und Hoffnung verkörpern. Diese Phase mündete dann in die nach einem Baby-Lautklang benannte Aktion „LIDL“. Objekte, Zeichnungen und Dokumente beleuchten eine zwischen Spiel und Bewegung pendelnde, kritische Kunst, mithilfe derer Immendorff autoritäre Strukturen hinterfragte und mehr Demokratie einforderte. Nebenbei engagierte sich der hauptberuflich als Kunstlehrer an einer Hauptschule tätige Künstler in der maoistisch ausgerichteten Kommunistischen Partei Deutschlands.

Den Kern der Ausstellung bilden die ab Ende der 1970er Jahre geschaffenen großformatigen Bilder aus der Serie „Café Deutschland“, in denen in einem schummrig wirkenden Kneipenmilieu Politiker und Künstler aus Ost- und Westdeutschland zusammentreffen. Durch die Thematisierung des Ost-West-Konflikts wurde Immendorff auch international große Aufmerksamkeit zuteil. Ab 1985 hielt dann das Motiv des Affen Einzug in seine Bildwelt. Das bis zum Ende seines Schaffens bleibende Symbol verstand Jörg Immendorff als ironisches Gegenbild, als eigenen Kritiker und die Wahrheit aussprechenden Narren.

In den späten 1980er Jahren kehrte er zu den Anfängen seiner Studienzeit in Düsseldorf zurück, die er 1963 beim Bühnenbildner Teo Otto begann. 1993 gestaltete Immendorff für die Salzburger Festspiele Kostüme, Kulissen und Requisiten für die Oper „The Rake’s Progress“ von Igor Strawinsky. Im Jahr 1996 wurde er zum Professor an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Der durch seine wenig später diagnostizierte Krankheit ALS beweglich immer mehr eingeschränkte Künstler wechselte von vielschichtig aufgebauten „Wimmelbildern“ zu einer reduzierten, auf malerische Gesten konzentrierten Ausdrucksform. Um die Jahrtausendwende steigerte sich noch einmal Immendorffs Bekanntheitsgrad, befördert durch den Auftrag für das Kanzlerporträt seines Vertrauten und Freundes Gerhard Schröder, von dem eine Vorstudie die Werkauswahl abschließt.

Die Ausstellung „Immendorff“ ist bis zum 10. Januar 2027 zu sehen. Das Museum Kunst Palast hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 17 Euro, ermäßigt 13 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er frei. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 29,80 Euro, im Buchhandel 34 Euro.

Museum Kunst Palast
Ehrenhof 4-5
D-40479 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 – 566 42 100


28.09.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

◄ zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 20

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)•Adressen (1)•Kunstsparten (3)•Stilrichtungen (2)•Berichte (3)•Variabilder (9)•Künstler (1)

•

Veranstaltung vom:


25.09.2026, Jörg Immendorff

•

Bei:


Museum Kunst Palast

•

Kunstsparte:


Skulptur

•

Kunstsparte:


Grafik

•

Kunstsparte:


Malerei

•

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

•

Stilrichtung:


Die Neuen Wilden

•

Bericht:


Im Dorf der rätselhaften Bilder

•

Bericht:


Sensible Zeitreflexe von expressiver Farb- und Formkraft








News vom 08.10.2026

•

Darmstadt verlängert Schau zu textilen Bildern der Nachkriegszeit

Darmstadt verlängert Schau zu textilen Bildern der Nachkriegszeit

•

Lindenau-Förderpreisträger in Altenburg

Lindenau-Förderpreisträger in Altenburg

•

Festnahmen nach Renoir-Diebstahl in Südfrankreich

Festnahmen nach Renoir-Diebstahl in Südfrankreich

•

Duisburg verlängert Plensa-Schau

Duisburg verlängert Plensa-Schau

News vom 07.10.2026

•

Souraya Noujaim wird Direktorin des Louvre Abu Dhabi

Souraya Noujaim wird Direktorin des Louvre Abu Dhabi

•

Von 30 Dollar zum Millionenwert: Freeman’s realisiert Rekordpreis für Gertrude Abercrombie

Von 30 Dollar zum Millionenwert: Freeman’s realisiert Rekordpreis für Gertrude Abercrombie

•

Bayerische Kunstförderpreise vergeben

Bayerische Kunstförderpreise vergeben

•

Gutachten entlastet Wiener Museum nach Juwelenraub

Gutachten entlastet Wiener Museum nach Juwelenraub

News vom 06.10.2026

•

Sotheby’s versteigert Sammlung Blaquier-Arrieta

Sotheby’s versteigert Sammlung Blaquier-Arrieta

•

Neuer Kunstdiebstahl in Frankreich

Neuer Kunstdiebstahl in Frankreich

•

Outstanding Artist Awards vergeben

Outstanding Artist Awards vergeben

•

Drachen in Darmstadt

Drachen in Darmstadt

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

•

ARTfair Innsbruck - ARTfair Innsbruck 2026

Zwischen Beständigkeit und Aufbruch – 30. Jubiläum ARTfair Innsbruck
ARTfair Innsbruck





•

Copyright © '99-'2026
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce