Gmoser-Preis für Kia Sciarrone  |  | Kia Sciarrone erhält den Gerhard und Birgit Gmoser-Preis für Gegenwartskunst 2026 | |
Der Gerhard und Birgit Gmoser-Preis für Gegenwartskunst, den die Secession in Wien vergibt, geht in diesem Jahr an Kia Sciarrone. Der 1989 geborene Iraner darf sich nun über ein Preisgeld von 5.000 Euro freuen. Die Jury, die mit den Künstler*innen Ramesch Daha, Karine Fauchard, Philipp Fleischmann, Barbara Kapusta und Eva Schlegel besetzt war, führt in ihrer Begründung an: „Kia Sciarrone hat uns mit seiner politischen, kritischen sowie poetischen künstlerischen Praxis innerhalb der großen Anzahl an Einreichung von höchster künstlerischer Qualität beeindruckt. Seine Arbeiten untersuchen die Komplexität von Geschichte, Sexualität und gesellschaftlichem Erbe – eine wichtige Position innerhalb der zeitgenössischen Kunstszene.“
Sciarrone, der im Wintersemester sein Studium der Fotografie bei Gabriele Rothemann an der Universität für angewandte Kunst in Wien abgeschlossen hat und schon den Viktor-Fogarassy-Preis des Landes Steiermark erhielt, beschäftigt sich mit den subtilen und vielfältigen Facetten queerer Identität. In seiner konzeptuell untermauerten Kunst lässt er sich von seinen persönlichen Erfahrungen im Iran und den spontanen Eindrücken seiner Umgebung inspirieren. „Durch eindrucksvolle Bilder und künstlerische Kompositionen lädt er die Betrachtenden ein, die Komplexität von Geschlecht, Sexualität und kulturellem Erbe zu erkunden. Seine Kunst ist nicht nur ein Mittel zur Selbstreflexion, sondern auch ein einfühlsames Plädoyer für Vielfalt und Inklusion“, heißt es in der Begründung weiter.
Die Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession vergibt in diesem Jahr zum sechsten Mal den Gerhard und Birgit Gmoser-Preis für Gegenwartskunst. Birgit Gmoser errichtete 1999 die Gerhard und Birgit Gmoser-Stiftung in Erinnerung an ihren verstorbenen Ehemann, den österreichischen Diplomaten und Maler Gerhard Gmoser, mit dem gemeinnützigen Zweck eines Förderungspreises für Künstler*innen. Seit 2011 wird die Auszeichnung alle drei Jahre durch die Secession vergeben. Bisherige Preisträgerinnen waren Heidrun Holzfeind und Barbara Eichhorn, Ramesch Daha, Claudia Märzendorfer, Rosa Hausleithner und zuletzt 2023 Karine Fauchard. Die Preisverleihung an Kia Sciarrone findet am 14. Oktober in der Secession statt. |