Peter Max gestorben  |  | Peter Max, Self Portrait #1, 1969 | |
Seine bunten Farben und fröhlich dekorativen Formen prägten die Flower Power- und Hippie-Bewegung der 1960er und 1970er Jahre. Seine Porträts waren gesucht und seine Motive zierten Zeitschriften-Titelseiten, Bücher und Briefmarken. Wie seine Familie bekanntgab, ist der legendäre Pop-Künstler Peter Max schon am 14. September in einem Krankenhaus in Manhattan gestorben. Er wurde 88 Jahre alt.
Mit seinen leuchtenden Farben, kosmischen Motiven und fantasievollen Figuren prägte Max das visuelle Erscheinungsbild der amerikanischen Gegenkultur seit den 1960er Jahren. Als Peter Max Finkelstein wurde er 1937 in eine jüdische Familie in Berlin hineingeboren. Die Familie floh 1938 vor den Nazis zunächst nach Shanghai. 1948 siedelte sie in den neu gegründeten Staat Israel über, wo Max ersten Malunterricht erhielt. 1953 ließ sich die Familie endgültig in Brooklyn nieder. Peter Max studierte an der Art Students League in New York, gründete 1962 gemeinsam mit dem Künstler Tom Daly ein Studio in Manhattan und arbeitete als Grafiker und Buchillustrator.
Innerhalb weniger Jahre entwickelte er einen unverwechselbaren Stil, der ihn weit über die Kunstszene hinaus bekannt machte. Nicht nur der Kunstmarkt verbreitete seine Arbeiten: Bekannt wurde Peter Max auch, als er etwa den Rumpf einer Boeing 777 und den eines Kreuzfahrtschiffes bemalte. Eines seiner immer wiederkehrenden Motive ist die New Yorker Freiheitsstatue. Seine unverwechselbare Art, Farben einzusetzen und Motive aus Astronomie, Esoterik und psychedelischen Erfahrungen in seine Bilder einzuarbeiten, machten ihn zu einem beliebten Künstler, der auch Porträts prominenter Persönlichkeiten schuf – von den Beatles, Jimi Hendrix und Mick Jagger bis Bill Clinton, Barack Obama und Yitzhak Rabin. Zahlreiche Museen, vor allem in den USA, erwarben seine Werke. Seine letzten Jahre waren von schweren Erkrankungen überschattet. |