Galeriejubiläum mit Schumacher Wenn ein Unternehmen auf eine 165jährige Tätigkeit zurückblicken kann, wie das die Galerie Boisserée eben tut, ist das schon ein Grund zum Feiern. Im Juni 1838 wurde das Traditionshaus von Josef und Nikolaus Wilhelm Boisserée im kunstsinnigen Köln gegründet. Seit 1902 ist die zweitälteste Galerie Deutschlands im Besitz der Familie Schilling und wird seit 1988 von Johannes Schilling geleitet, der sich 1984 endgültig vom Buchhandelsgeschäft trennte und die Galerie zu einem Schwerpunkt der Kunst nach 1950, junger zeitgenössischer Maler und zu einem Hort der Meistergrafik ausbaute. Die Ausstellungen kreisen um die Klassiker Antóni Tapies, Georges Braque, Max Ernst, Henri Matisse, Antonio Saura, Pablo Picasso oder Max Ackermann und um die jüngere Generation mit Rolf Urban, Jan Voss, Henning Kürschner, Volker Lehnert oder Franziskus Wendels.
Auch zum Firmenjubiläum folgt die Galerie Boisserée ihrem Programmschwerpunkt und widmet sich in einer Ausstellung zu Emil Schumacher ausschließlich dessen Arbeiten auf Papier, vorwiegend aus den 1980er und 1990er Jahren. Schumacher, der als Nachkriegskünstler die „Stunde Null“ und den Neuanfang nach Faschismus und Krieg wörtlich genommen hat, ging als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel der abstrakt-expressionistischen Sprache mehr als vier Jahrzehnte nach. Vorwiegend der Malerei verschrieben, blieb sein Grafikschaffen überschaubar. Trotzdem brachte er unmittelbar und kraftvoll seine Kunst auch in den zum Teil zwei Meter großen farbigen Radierungen zum Ausdruck.
Die Ausstellung „Emil Schumacher – Arbeiten auf Papier und Radierungen“ ist bis zum 19. Juli Dienstag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr zu sehen.
Galerie Boisserée
Drususgasse 7-11
D-50667 Köln
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