Polke in der Tate  |  | Sigmar Polke, Fastest Gun in the West, 2002 | |
Die Londoner Tate Modern ehrt derzeit den deutschen Künstler Sigmar Polke mit einer umfassenden Schau. Die Ausstellung “Sigmar Polke: History of Everything” vereint 86 Arbeiten des Kölner Malers seit 1992 und konzentriert sich auf die vergangenen sechs Jahre. Die Kunst des 1941 in Niederschlesien geborenen Malers entzieht sich jeder einfachen Definition. Sein komplexes Schaffen kreist um das Verhältnis von Kunst und Wirklichkeit, von der Wahrhaftigkeit und Manipulierbarkeit der Bilder, und nimmt sich dabei immer selbst in den Blickpunkt. Seit den 1960er Jahren experimentiert Polke mit einer großen Bandbreite an Themen und Techniken, verarbeitet historische wie zeitgenössische Quellen und wechselt zwischen Figuration und Abstraktion. Es entstehen seine „Rasterbilder“, in denen er triviale Medienträume der Wohlstandsgesellschaft ironisierend hinterfragt. Seit vergangenem Jahr entwickelt er seine „Maschinen-Gemälde“, die er rein maschinell mit Hilfe der Fotografie und des Computers herstellt.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Januar 2004 täglich von 10 bis 18 Uhr, freitags und samstags zusätzlich bis 22 Uhr zu sehen.
Tate Modern
Bankside
London SE1 9TG
Telefon: +44 (0)20 - 7887 8000 |