Eine Liebe in der Kunst: Pablo Picasso und Marie-Thérèse Walter  |  | Pablo Picasso, Die Lektüre, 2. Januar 1932 | |
Im Januar 1927 spricht der verheiratete 46jährige Picasso in Paris auf der Straße eine junge Frau an. Aus der Zufallsbekanntschaft mit der erst 17 Jahre alten Marie-Thérèse Walter wird schnell ein Liebesverhältnis, das beide jahrelang geheim halten. Zwar erobert die athletische Gestalt der jugendlichen Geliebten schnell die Bildwelt der Handzeichnungen und Druckgrafiken Picassos, aber erst um 1932 wird sie auch zum Motiv seiner Gemälde. Ab heute beleuchtet eine Ausstellung im Münsteraner Graphikmuseum Pablo Picasso das Schaffensjahrzehnt zwischen 1927 und 1937, in dem Marie-Thérèse Walter Picassos heimliche Geliebte und bevorzugtes Modell war. Die rund 160 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken veranschaulichen den stilistischen Reichtum zwischen klassischer Ruhe und surrealistischer Aufgewühltheit im Werk Picassos. In dieser Phase taucht auch der Minotaurus zum erstenmal in seiner Motivwelt auf. Die mythische Figur dient Picasso als Projektionsfläche zahlreicher Facetten seiner Persönlichkeit – vom hilfsbedürftigen Opfer bis hin zum instinktgetriebenen Gewaltmenschen.
Die Ausstellung „Pablo Picasso und Marie-Thérèse Walter – Zwischen Klassizismus und Surrealismus“ läuft vom 7. Mai bis zum 8. August. Geöffnet ist täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.
Graphikmuseum Pablo Picasso Münster
Königsstraße 5
D-48143 Münster
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