Ein schwedisches Märchen in München  |  | Carl Larsson, Vor dem Spiegel - Selbstporträt, 1900 | |
Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München zeigt seit dem Wochenende das Werk des Schweden Carl Larsson. Der 1853 geborene Maler zählt zu den beliebtesten Künstlern seiner Heimat und jenen, die europäischen Ruhm erlangt haben. Als Kind aus ärmlichen Verhältnissen verdiente er sich seinen Lebensunterhalt zunächst mit Retuschierarbeiten und Illustrationen. Zwischen 1877 und 1889 reiste er wiederholt nach Frankreich, wo er sich zuerst in Barbizon und ab 1882 in Grez-sur-Loing, einem damals bei skandinavischen Künstlern beliebten Ort, aufhielt. In dieser Zeit entstanden an Corot erinnernde Landschaften mit denen das große Talent des noch jungen Schweden ersichtlich wird.
Die Begegnung mit der Malerin Karin Berg, die seine Frau wurde und ihm acht Kinder schenkte, stellte dann einen Wendepunkt in seinem Leben dar. Die gemeinsame Rückkehr nach Schweden und das Leben in einem Haus bei Sundborn lassen Familie und häusliches Umfeld ins Zentrum seines künstlerischen Arbeitens rücken. In der Kunsthalle werden daher einzelne Räume dieses Hauses in Sundborn nachgestaltet, um die Atmosphäre von Larssons Gesamtkunstwerk „Lilla Hyttnäs“ nachzuvollziehen. Neben den Kunstwerken aus dem Haus sind auch vom Künstler entworfene Möbel, wie Schaukelstuhl oder Bett zu sehen. Öffentlich zu Ansehen gelangt, erhält Larsson Aufträge für Monumentalwerke wie für die Oper und das Nationalmuseum in Stockholm. Die Ausstellung versammelt Aquarelle, Gemälde, Ölstudien und Zeichnungen, die häufig Reflex auf das häusliche Leben, vor allem auf die Weihnachtszeit, sind, außerdem Textilien und andere kunstgewerbliche Arbeiten nach Entwürfen seiner Frau Karin.
Die Ausstellung „Carl Larsson – Ein schwedisches Märchen“ ist bis zum 5. Februar 2006 zu sehen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt regulär 7 Euro, ermäßigt 6 Euro bzw. 4 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet in der Kunsthalle 25 Euro.
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
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