Franziskus Wendels' Landfluchten  |  | Franziskus Wendels, Heimkehr 4, 2004 | |
Neue Arbeiten auf Leinwand von Franziskus Wendels präsentiert in Köln die Galerie Boisserée ab dem 8. Februar. Wendels arbeitet seit Jahren im ständigen Wechsel zwischen seinen Ateliers in Daun in der Eifel und Köln an Bildern, die wie eine Verbindung von Hoppers Stadteinsamkeiten und der aufs Metaphysische zielenden Farbfeldmalerei Mark Rothkos wirken. Alle seine Bilder sind gegenständlich, aber doch figurenlos. Sie zeigen erleuchtete Fenster bei Nacht, ganze Haus-, Straßen- oder Landschaftsfluchten im Kunstlicht. Auf tiefschwarzen Gründen aus Öl oder Acryl malt und sprüht Wendels monochrome Farbpigmentfelder, die den Bildern auch bei einem strengen Bau spannende Unschärfe und etwas Vages verleihen.
In der bis zum 18. März stattfindenden Perspektive, die parallel zu einer Einzelausstellung im Koblenzer Ludwig Museum zu sehen ist, geht es dem Künstler um den Gebrauch des Begriffs „Landflucht“, der nicht immer eindeutig erkennen lässt, ob nun die Bewegung vom Land in die Stadt gemeint ist oder umgekehrt. Dasselbe gilt auch für die Stadtflucht. Wendels' Begriffsverständnis zielt dabei aber eher auf den Weg und die Bewegung anstatt auf ein konkretes Ziel. Nachdem in Wendels früheren Bildern Weiß die diffundierenden Farbfelder dominierte, sind die neuen Arbeiten teils intensiv koloriert. Sehr vital wirken die Werke in Rot. Die starke Sinnlichkeit dieser Farbe liegt nach Wendels gerade „in ihrer Ambivalenz“.
Der Preis für die Gemälde von Franziskus Wendels beziffert die Galerie je nach Größe mit 2.000 bis 16.000 Euro. Zur Ausstellung erscheint auch eine Vorzugsausgabe des Kataloges von 30 nummerierten und signierten Exemplaren mit je einer signierten Originalzeichnung auf Bütten zum Preis von Euro 250.
Galerie Boisserée
Drususgasse 7-11
D-50667 Köln
Telefon: +49 (0)221 – 257 85 19
Telefon: +49 (0)221 – 257 85 50
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