Neffs neue Kunstmesse in Berlin Der bunte Messereigen im kleinen Deutschland geht weiter. Michael Neff, Frankfurter Galerist und ehemals Leiter der nach nur zwei Ausgaben beendeten „Fine Art Fair Frankfurt“, versucht nun in Berlin sein Glück. Nachdem er in der deutschen Kunst-Kapitale schon die international wichtigen Gallery Weekends verantwortet, startet er nun auch mit einer neuen Kunstmesse. Schon Anfang September dieses Jahres soll die von ihm kuratierte „Art Berlin Contemporary“, kurz „ABC“, in den Hallen des alten Postbahnhofs am Berliner Gleisdreieck stattfinden. Neff selbst sieht das eher als eine Ausstellung – auf der man freilich auch kaufen kann –, den Begriff Messe vermeidet er, erst recht den Eindruck, dass dies „als Konkurrenz oder Gegenveranstaltung zum Art Forum Berlin“ verstanden wird. Eher sei „ABC“, die vom 4. bis 7. September terminlich dem Art Forum Berlin vom 31. Oktober bis 3. November auf die Pelle rückt, eine „spannende Ergänzung zum Gallery Weekend“ im kommenden Mai. Gefordert wird in Berlin das, womit Neff in Frankfurt gescheitert ist: Eine kleine, feine Auswahl von fünfzig Ausstellern, keine Kojen, Einzelprojekte und wenige Objekte sollen den Besucher an zeitgenössische Kunst heranführen. Wie auch immer sich die neue Idee von Neff entwickeln wird, geärgert hat sich Sabrina van der Ley, Chefin des Art Forum Berlin, jedenfalls jetzt schon. Sie muss fürchten, dass Aussteller der „ABC“ von ihrer Veranstaltung knappe zwei Monate später fernbleiben. |