Fotografien von Joachim Richau in Dresden Heute Abend eröffnet im Leonhardi-Museum der Stadt Dresden unter dem Titel „Werk Wandel. Fotografische Arbeiten 1979 – 2006“ eine Retrospektive zu Joachim Richau. Die Ausstellung zeigt 98 Fotografien, darunter Bilder aus seinem ersten Portfolio „Horizont oder die Illusion der Fremde“, eine Auswahl aus den Zyklen „Bilder aus Beerfelde, 1984-1987“, „Berliner Traum, 1986-1990“, „Land ohne Übergang, 1992-1993“ und „finales, 1994“ sowie aus der Folge „Fragment oder die Gegenwart des Zweifels“. Die Schau ist Teil einer Retrospektivreihe anlässlich des 65. Geburtstages des Künstlers, die bereits in Berlin, Kiel und Cottbus zu sehen war.
Joachim Richau hat ein heterogenes und zugleich durch immanente Querverweise stimmiges Gesamtwerk geschaffen. In seinen Werkkomplexen, die er meist auch als Kunstbücher publiziert, widmet sich Joachim Richau einem Thema über einen längeren Zeitraum. Mal stehen dabei Landschaften, mal die Menschen und ihr Zusammenleben in ihrem Dorf im Mittelpunkt. Immer gibt es einen persönlichen Bezug, und die Fotografien entstehen aus einem biografischen Ansatz heraus. Richaus Blick durch die Kamera will vor allem authentisch sein. Seine Bilder sind voller Metaphern und offen für viele Verweise, tragen zugleich seinen eigenen, selbstreflektierten Blick und erzählen meist mehr über den Fotografen als über das eigentliche Motiv.
Joachim Richau wurde 1952 im östlichen Teil Berlins geboren. Seit 1979 befasste sich der Künstler eigenständig mit dem Medium Fotografie. Seit den 1980er Jahren erarbeitet er regelmäßig über längere Zeiträume hinweg Bildzyklen und reist zu diesem Zweck unter anderem immer wieder nach Schweden. Zahlreiche Stipendien und Förderpreise, wie etwa 2008 und 2011 von der Käthe-Dorsch-Stiftung, ermöglichten ihm immer wieder eine intensive Beschäftigung mit seinen Motiven. Joachim Richau lebt in Berlin und arbeitet in der Uckermark und Schweden.
Die Ausstellung „Joachim Richau. Werk Wandel. Fotografische Arbeiten 1979 – 2006“ läuft vom 2. Juni bis zum 19. August. Das Leonhardi-Museum Dresden hat dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und an Wochenenden von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. An Freitagen ist der Eintritt frei. Zur Ausstellung ist das Künstlerbuch „Fragment oder die Gegenwart des Zweifels“ für 35 Euro im Kehrer Verlag erschienen.
Leonhardi-Museum Dresden
Grundstraße 26
D-01326 Dresden
Telefon: +49 (0)351 – 268 35 13
Telefax: +49 (0)351 – 263 33 47 |