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Art Forum 2002

Die Welt zu Besuch in Berlin



Simon Starling, Flaga 1972-2000, 2002

Simon Starling, Flaga 1972-2000, 2002

Deutschlands Kunstwelt hat diese Woche einen Koffer in Berlin. Die von vielen als die spannendste deutsche Kunstmesse erachtete Veranstaltung zeigt von Mittwoch bis zum darauffolgenden Montag, was sich der trendbewusste Sammler ins Wohnzimmer oder Büro hängen oder stellen soll. Keine andere Messe biete im Bereich der zeitgenössischen Kunst so viele Impulse wie das Art Forum und seine Begleitveranstaltungen, rühmen die Ausrichter ihre fünftägige Schau, die am 25. September mit Preview und Vernissage beginnt. Trotz ihrer oft betonten Internationalität müssen ihnen dabei die knapp einen Monat später beginnende FIAC in Paris und die ARCO in Madrid wohl entgangen sein.



„Berlin und die Welt“ könnte dennoch das Motto lauten: von den 152 zugelassenen Galerien stammen knapp 60 Prozent aus dem Ausland. Auf der anderen Seite stellt die Bundeshauptstadt bei den Inländern einen genauso hohen Anteil – ganze 25 Galerien stammen aus dem Rest der Republik. Anderen Messen unterstellt man bei einem solchem Vorgehen schon einmal Provinzialismus oder Klüngelei, bei Berlin scheint das niemanden zu stören. Jedenfalls hat nach Angaben der Messe noch kein Abgewiesener den Versuch unternommen, den Zugang per Klage zu erzwingen, wie das bei manchen Konkurrenzveranstaltungen mit schöner Regelmäßigkeit vorkommt.

Darf man dem Katalog glauben, kehrt die Skulptur zurück. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass etwa die Galleria Franco Noero aus Turin mit Simon Starlings Polski(!)-Fiat „Flaga 1972-2002“ die Tragfähigkeit seiner Kojenwand austesten wird. Doch eine ganze Reihe von Galerien wirbt gleichfalls für sich mit räumlichen Kunstwerken. „Vorjahressieger“ Anish Kapoor soll für die Londoner Lisson Gallery auch dieses Jahr für Umsatz sorgen. Der unbetitelte Kalkstein mit der schwarzen Scheibe ist Skulptur pur. Die inhaltliche und formale Öffnung zu anderen Medien ist allerdings eher die Regel. So zeigen Arndt und Partner aus Berlin, die ab Freitag jeden Tag einen anderen Künstler im Programm haben, zu Beginn Thomas Hirschhorns „Über Katalog, Text, Edition“ eine nur improvisiert scheinende Installation über Literatur.

Tonangebend ist jedoch einmal mehr die Fotografie. Nach den schwindelerregenden Auktionspreisen der „Struffkys“ von einigen bereits auf dem absteigenden Ast gesehen, beherrscht sie offensichtlich immer noch den Markt für aktuelle Kunst. Auch in diesem Medium beschäftigen sich Künstler intensiv mit den Beziehungen der Gattungen untereinander und zur Realität. Lois Renner etwa, bei der einheimischen Galerie Kuckei und Kuckei, thematisiert in seinen unikaten Fotografien die komplexen Zusammenhänge und Schnittstellen zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Realität und Illusion, zwischen groß und klein.

Aber auch die Malerei ist nicht tot, scheint sich aber zuweilen eher mit sich selbst zu beschäftigen. Dass dies nicht langeweilig sein muss, zeigen die Farbräume Yardley Leonards bei der New Yorker Galerie Elizabeth Dee und von Uwe Kowski, den Lokalmatador Harry Lybke aus seiner Galerie Eigen und Art mitbringt.

Naheliegend ist das Bestreben der Messe, sich als Tor nach Osteuropa zu etablieren. Der Wunsch trägt auch langsam Früchte, zumal sich die Szenen der ehemaligen Ostblockstaaten von kommunistischer Staatskunst und wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Zusammenbruch erholen und neu formieren. Als Beispiel sei die Moskauer Galerie Escape genannt, deren Künstler sich als Kollektiv verstehen und dabei in ihrem Auftreten durchaus Gesicht zeigen.

Das Begleitprogramm hat den Finger am Puls der Zeit und beschäftigt sich in täglichen Podiumsdiskussionen etwa mit der Frage nach der Zukunft der Fotografie, dem Künstler als Entrepreneur und Wertentwickler, dem Verhältnis von Kunst und Design und der ungarischen Kunstszene im Kontext europäischer Kulturpolitik.Weiterhin soll diskutiert werden, ob die Zukunft der elektronischen Medien bereits vorbei sei, bevor sie begonnen hat.

Die Lose der Benefiz-Auktion „Künstler helfen Alten und Neuen Meistern“ zugunsten der Dresdener Galerie können an einem eigenen Stand besichtigt werden. Die Werke von Georg Baselitz, Tony Cragg, Andreas Gursky, Jenny Holzer Thomas Ruff, Rosemarie Trockel und vielen anderen sollen Ende Oktober von Sotheby’s in Berlin versteigert werden. Die zweite Benefiz-Auktion wird zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe am 27. September um 20 Uhr im Deutsche Guggenheim über die Bühne gehen. Hier zeigen sich vor allem Berliner Galerien spendierfreudig und stellen Arbeiten von Thomas Ruff, Jörg Herold, Christoph Keller, Imi Knoebel, Mimmo Paladino, Donald Baechler und anderen internationalen Künstler zur Verfügung.

Die Messe begrüßt das Publikum mit der Vernissage am Mittwoch um 16 Uhr mit der Vernissage, die um 21 Uhr endet. Danach ist bis zum 29. September täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet, am Montag, den 30. September bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro pro Person, ab 17 Uhr 8 Euro. Eine Vernissage-Karte für zwei Personen ist für 30 Euro erhältlich. Der Katalog kostet 18 Euro.

Art Forum Berlin
Messegelände
Halle 21 - 23
Hammarskjöldplatz/Masurenallee
D-14057 Berlin

www.art-forum-berlin.de



25.09.2002

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Stefan Kobel

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