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Ignacio Zuloaga ist in Hamburg angekommen

in der Ausstellung „Mythos Spanien. Ignacio Zuloaga (1870-1945)“

Einem „authentischen“ Bild Spaniens auf die Spur zu kommen, war in der Vergangenheit eine Intention vieler Künstler dieses Landes. Unter dem Titel „Mythos Spanien. Ignacio Zuloaga“ präsentiert nun das Bucerius Kunst Forum in Hamburg die erste umfassende Schau eines herausragenden Vertreters dieser Haltung in Deutschland. Gegliedert in thematische Kapitel, konzentriert sie sich mit rund 80 Gemälden aus den Jahren zwischen 1890 und 1941 auf typisch traditionelle spanische Volksmotive. In enger Zusammenarbeit mit der ersten Station in der Kunsthalle München kuratierten Nerina Santorius und Carlos Alonso Pérez-Fajardo die Auswahl.

Als Spross einer Kunsthandwerkerfamilie – sein Vater war Kunstschmied – kam Ignacio Zuloaga, geboren 1870 im baskischen Eibar, schon früh mit dem künstlerischen Gestalten in Berührung. Nach einer privaten Ausbildung bei einem Maler in Madrid studierte er ab 1889 Malerei an der Académie libre de la rue Verniquet in Paris, teilte ein Atelier mit Paul Gauguin, war eng befreundet mit Auguste Rodin, unternahm Reisen mit Maurice Ravel und unterhielt enge Kontakte in kosmopolitische Künstlerkreise. 1894 übersiedelte er nach Sevilla, wo er im Umfeld der Gitanos, der spanischen Roma, lebte und sich in der Escuela Taurina zum Stierkämpfer ausbilden ließ, zwei Motivgruppen, die sein Schaffen prägen sollten. Zunächst widmet sich der Ausstellungsparcours den künstlerischen Anfängen. Vom internationalen Kunstgeschehen sowie einer Bewunderung für Edouard Manet inspirierte Café- und Straßenszenen und Porträts gehen über in eine Auseinandersetzung mit spanischen Meistern wie El Greco, Diego Velázquez und Francisco de Goya, mit der Zuloaga die Weiterführung ihrer Malerei erprobte. Dann folgen eher folkloristisch geprägte Darstellungen, etwa von Stierkämpfen oder Flamencotänzen.

Mit dem Umzug nach Segovia im Jahr 1898 setzte Zuloagas wichtigste Schaffensperiode ein. Die Bilder in diesem Abschnitt zeigen karge raue Landschaften der Umgebung und deren urtümliche Bewohner. Weitere Kapitel widmen sich Themen wie der Welt der Musik und des Theaters oder religiösen Motiven in Verbindung mit intensiver Volksfrömmigkeit. Immer wieder schuf Ignacio Zuloaga Darstellungen aus dem einfachen Landleben mit Zigeunerinnen, Bettlern, Musikanten, aber auch solche der vornehmeren Welt, darunter zahlreiche Damenbildnisse. Anders als die strahlenden, heiter und lebensfroh gehaltenen Gemälde seines Konkurrenten Joaquín Sorolla y Bastida sind Zuloagas Werke eher dunkel abgetönt, dekorativ gestaltet und vom Jugendstil geprägt. In einer von zunehmender Industrialisierung und gesellschaftlichen Veränderungen geprägten, vielfach als Bedrohung empfundenen Umbruchzeit wollte er der spanischen Seele nachspüren. Zum Schluss thematisiert die Schau neben Auftragsporträts Zuloagas Auseinandersetzungen mit den Bezügen von Bildnissen und Landschaft.

In der Heimat als unpatriotisch kritisiert, prägte Zuloaga mit seinen Werken maßgeblich das Spanien-Bild im Ausland und fand speziell in Deutschland bereits zu Lebzeiten viel Anerkennung. Erstmals wurden im Jahr 1900 in Deutschland seine Werke im Berliner Kunstsalon Schulte präsentiert. Darüber hinaus war er auf der Internationalen Kunstausstellung in Dresden 1901 mit sieben, auf der Internationalen Kunstausstellung in Düsseldorf 1904 mit 18 Werken vertreten, was seinen Vorbildcharakter unterstreicht. Spaniens Machthaber Francisco Franco schätzte ihn, ließ sich von ihm porträtieren und schenkte Adolf Hitler mehrere Werke. Am Ende von Zuloagas Leben und Schaffen – er starb 1945 in Madrid – steht die willige Instrumentalisierung für propagandistische Zwecke.

Die Ausstellung „Mythos Spanien. Ignacio Zuloaga (1870-1945)“ ist bis zum 26. Mai zu besichtigen. Das Bucerius Kunst Forum hat täglich von 11 bis 19 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog im Deutschen Kunstverlag erschienen, der im Kunstforum 35 Euro kostet.

Bucerius Kunst Forum
Alter Wall 12
D-20457 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 – 360 99 60


19.02.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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