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Allianzen von Kunst und Wissenschaft in Karlsruhe

Noch bis zum Wochenende präsentiert das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe die Ausstellung „Renaissance 3.0. Ein Basislager für neue Allianzen von Kunst und Wissenschaft im 21. Jahrhundert“ und erinnert damit an Peter Weibel, seinen im letzten Jahr verstobenen Direktor, der die Schau maßgeblich verantwortet hat. Die Präsentation schlägt einen Bogen von der arabischen und italienischen Renaissance zur Medienkunst des 21. Jahrhunderts mit dem Verweis auf eine dritte Renaissance in der Kunst. Die Verwissenschaftlichung von Kunst war bereits ein Anspruch der Renaissance, der sich über die Jahrhunderte jedoch wieder verloren hat. Diese Beobachtung nahm das ZKM als Ausgangspunkt für eine Revision der aktuellen Kunst- und Wissenschaftslandschaft und stellt fest, dass deren Vertreter erneut zunehmend mit denselben Methoden und Werkzeugen arbeiten. „Die Kunst in ihrer höchsten Form ist keine Abbildungstechnik, sondern ein Akt der Erkenntnis, sowohl der Künstler*innen wie auch der Betrachtenden“, erklärte Weibel die Idee zur Ausstellung.

Zu sehen sind 35 Positionen, etwa von Agnes Denes, Louis Bec, Holger Förterer, Jonathan Borofsky, Magdalena Jetelová, Armin Linke, William Grey Walter, Daniel Canogar, Barbara Hammer, James Bridle, Ana Mendieta, Adam G. Riess und von Peter Weibel selbst. Die südamerikanische Künstlerin Constanza Piña Pardo verknüpft mit ihrer Klanginstallation „Khipu“ moderne Systemlogik mit traditionellen Techniken der Inka-Kultur. Ihr Elektrotextilcomputer ist eine rückbesinnende Auseinandersetzung mit einem außereuropäischen binären Koordinierungssystem, das weitaus mehr zu leisten vermag als simple Informationsaufzeichnung. Aber auch mittelalterliche Kunst ist in Karlsruhe zu sehen, etwa ein Manuskript des mesopotamischen Erfinders Al-Jazari. Seine Maschinen konstruierte er in der Regel mit praktischer Erfahrung, theoretische Berechnungen waren ihm eher fremd. Al-Jazari entwickelte beispielsweise die erste Wasseruhr, die den Ablauf der Zeitstunden genau aufzeichnete und der ungleichmäßigen Länge der Tage im Jahr entsprach.

Zu den Highlights der Ausstellung zählt Otto Beckmanns Arbeit „Imaginäre Architekturen“, die von 1968 bis 1977 entstanden. Als Beckmann, Pionier der elektronischen Computergrafik, in den 1960er Jahren Kontakt zu Fachleuten aus technischen Disziplinen suchte, um die Möglichkeiten computergenerierter Bilder zu erkunden, war er der einzige Künstler, der dieses Interesse verfolgte. Ab 1970 arbeitete Beckmann mit dem für ihn designten „Ateliercomputer a.i.70/73“, einem Rechner für künstlerische Zwecke. Die einzelnen Funktionen konnte Beckmann verknüpfen, über Drehregler ließ sich der Bildgenerierungsprozess in Echtzeit interaktiv beeinflussen. Die Serie „Imaginäre Architekturen“ spielt in Beckmanns Œuvre eine bedeutende Rolle. Sein Ziel war nicht, realisierbare Architekturen zu entwerfen. Indem Beckmann seine Fantasiegebilde in Fotografien mit trostlosen Nachkriegsstadtlandschaften montierte, verlieh er ihnen eine kritische Stoßrichtung. Verstörend aktuell wirkt es, wenn Beckmann die Städte Linz und Wien an den Rand eines Meeres montiert.

Die Ausstellung „Renaissance 3.0. Ein Basislager für neue Allianzen von Kunst und Wissenschaft im 21. Jahrhundert“ läuft noch bis zum 25. Februar. Das Zentrum für Kunst und Medien hat mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie am Wochenende ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

ZKM – Zentrum für Kunst und Medien
Lorenzstraße 19
D-76135 Karlsruhe
Telefon: +49 (0)721 – 81 000


21.02.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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