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Dan Flavin im Kunstmuseum Basel

Dan Flavin, untitled (to Barnett Newman) one, 1971

Im Innenhof des Kunstmuseums Basel befindet sich seit 1975 Dan Flavins ortsspezifisches Werk „untitled (in memory of Urs Graf)“. Heute kann man sich das Atrium nicht mehr ohne das atmosphärisch wirkungsvolle Spiel aus rosafarbenem, gelbem, grünem und blauem Licht vorstellen. Mit einer gut ausgestatteten Schau widmet sich das Schweizer Museum nun dem US-amerikanischen Künstler, der Anfang der 1960er Jahre für seine Arbeit mit industriell hergestellten Leuchtstoffröhren international bekannt wurde. Dafür haben die Kurator*innen Josef Helfenstein, Olga Osadtschy und Elena Degen 58 Werke ausgewählt, von denen einige noch nie in der Schweiz zu sehen waren, und beleuchten sein einzigartiges Œuvre sowohl thematisch als auch chronologisch. Ein Fokus liegt dabei auf Arbeiten, die Flavin Personen oder Ereignissen widmete. Neben teilweise raumfüllenden Lichtinstallationen sind außerdem Zeichnungen Flavins zu sehen. Diese beinhalten noch wenig bekannte Porträts und Darstellungen nach der freien Natur sowie Werkskizzen und Diagramme.

Dan Flavin löste mit seinen Werken aus Licht die Farbe aus dem Kontext der Malerei und übertrug sie in den dreidimensionalen Raum. Indem er kommerzielle Leuchtkörper verwendete, richtete er sich gegen gängige Vorstellungen von Autor*innenschaft und Produktionsprozessen in der Kunst. Seine Zeitgenossen zeigten sich von seinem Purismus, der Faszination seiner „gasförmigen Bilder“ und der Unmittelbarkeit ihrer glühenden Präsenz beeindruckt. Vorsätzlich nutzte der Künstler diesen Effekt und eine reduzierte Farbpalette, die durch die Herstellungsweise der fluoreszierenden Leuchtkörper vorgegeben wurde: Blau, Grün, Rot, Pink, Gelb, Ultraviolett und vier unterschiedliche Weißtöne. Aus einzelnen Leuchten und einfachen geometrischen Anordnungen kreierte Flavin mit der Zeit komplexe architektonische Arbeiten und vielteilige Serien. Dabei verneinte er vehement, dass seine Werke Skulpturen oder Gemälde seien und charakterisierte sie lieber als „Situationen“. Zudem negierte er den symbolischen Gehalt und blendete die zuweilen sublime Wirkung seines Werks aus. Trotzdem haben zahlreiche Kunstkritiker*innen darauf hingewiesen, dass man in Flavins Werk durchaus metaphysische Qualitäten entdecken kann, etwa eine Anspielung an Andachtsräume und Votivlichter.

Auffällig ist, dass Flavin sein Leben lang die Praxis der Widmung pflegte und seine Werke oft in sentimentaler und pathetischer Weise mit Menschen oder Begebenheiten verknüpfte. Ab 1963 tauchen Künstlerfreunde wie Jasper Johns, Sol LeWitt oder Donald Judd in den Werktiteln auf. Aber auch Kunstschaffenden der Moderne wie Henri Matisse, Wladimir Tatlin oder Otto Freundlich dedizierte Dan Flavin seine Werke. Diese Widmungen schaffen einen Gegenpol zur Anonymität des Materials und verankern die nichterzählerischen, unpersönlichen Arbeiten in einem spezifischen ästhetischen, politischen und sozialen Kontext, so etwa auch das „monument 4 for those who have been killed in ambush (to P.K. who reminded me about death)“, mit dem sich Flavin 1966 gegen den Krieg in Vietnam positionierte.

Die Ausstellung „Dan Flavin. Widmungen aus Licht“ ist bis zum 18. August zu sehen. Das Kunstmuseum Basel hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 26 Franken, ermäßigt 13 Franken beziehungsweise 8 Franken. Der Katalog aus dem Verlag der Buchhandlung Walther König erscheint im Mai.

Kunstmuseum Basel | Neubau
St. Alban Graben 20
CH-4010 Basel
Telefon: +41 (0)61 – 206 62 62


04.03.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Mathias Bless

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02.03.2024, Dan Flavin - Widmungen aus Licht

Bei:


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