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Paul Klee (1879-1940), Nächtliche Landschaft, Farbstift, 1937

Paul Klee (1879-1940), Nächtliche Landschaft, Farbstift, 1937, 1937

Farbstiftzeichnung auf schwarz grundiertem Papier, auf Karton aufgelegt
Schweiz, 1937
Paul Klee (1879-1940) – Einer der bedeutendsten Schweizer Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts; Lehrer am Bauhaus Weimar und Dessau
Signiert in Rot unten links „Klee“
Auf dem Original-Unterlagekarton mit Randleiste unten mittig datiert, betitelt und bezeichnet „1937. p. 1. Nächtliche Landschaft“
WVZ: Catalogue raisonné Paul Klee, 1934-1938, Band 7, Nr. 7037; Handliste des Künstlers Werknummer 1937, 101 (P 1)
Blattmaße: 25,3 x 38,3 cm; Unterlagekarton: 33,2 x 45,6 cm
Gerahmt: 53 x 65 cm
Guter Zustand

Provenienz: Lily Klee, Bern (1940-1946); Klee-Gesellschaft, Bern (ab 1946);
Lawrence J. Heller, Washington/Dickerson; Richard L.Feigen, New York/Chicago (auf der Rahmenabdeckung mit dem Etikett);
Galerie Tarica, Genf/Paris; Privatsammlung, Italien
Objekt unterliegt der Regelbesteuerung. Bei Lieferung innerhalb der EU fallen auf den Kaufpreis 19% Umsatzsteuer an.
Schätzpreis des Auctionata Experten: 130.000 Euro
Dieses Objekt wird durch das Berlin Büro verkauft

Losnummer: 57


Hier vorliegende Arbeit ist in einer Spätphase Paul Klees Schaffenszeit entstanden, gleichzeitig eine politisch unruhige Zeit, die viele Künstler in ihrer Tätigkeit einschränkte. Nach seiner Entlassung als Direktor der Düsseldorfer Akademie emigrierte er 1933 nach Bern. Dort entsteht um 1937 ein umfangreiches Werk an Arbeiten, so auch dieses Blatt mit dem Titel „Nächtliche Landschaft“. Erst bei naher Betrachtung erkennt man ein Muster aus feinen, farbigen Formen, die vor dem tiefschwarzen, nächtlichen Hintergrund wie in Bewegung erscheinen.

Ausstellungen:
Galleria de'foscherari, Morandi e il suo tempo, Bologna 1985, Nr.11108, (auf der Rahmenabdeckung mit dem Etikett);
Galleria d’Arte Moderna; Morandi e il suo tempo, Bologna, 9.11.1985-18.2.1986 (auf der Rahmenabdeckung mit dem Etikett);
Paul Klee - Figure e metamorfosi, Museo Morandi, Bologna 25.11.2000-4.3.2001, Nr.81 (mit Abb.);
Paul Klee - Teatro Magico, Fondazione A. Mazzotta, Mailand, 29.1.-13.5.2007 (auf der Rahmenabdeckung mit Etikett)

Literatur:
Jürgen Spiller (Hg.), Paul Klee. Unendliche Naturgeschichte. Prinzipielle Ordnung der bildnerischen Mittel verbunden mit Naturstudium und konstruktive Kompositionswege. Form- und Gestaltungslehre. Bd. 2, Basel/Stuttgart 1970;
Paul-Klee-Stiftung / Kunstmuseum Bern (Hg.), Werkverzeichnis Paul Klee, Bd.7 (1934-1938), Bern 2003, Kat.Nr.7037, S.249 (mit Abb.)

Auktionen:
Bern, Klipstein & Kornfeld, 9.6.1961, Nr. 451, Abb.

Zustand:
Das Blatt ist vom Künstler auf Karton montiert und hinter Glas gerahmt. Es befindet sich in gutem Zustand. Das Papier ist technikbedingt leicht gewellt, im rechten Randbereich durchlaufend vertikale Falzspur, in den Rändern gelegentlich minimal knittrig. Der Unterlagenkarton zeigt leichte Alters- und Gebrauchsspuren, sehr guter Gesamteindruck. Die blattgroße Darstellung misst 25,3 x 38,3 cm, der Unterlagekarton 33,2 x 45,6 cm und die Rahmenmaße betragen 53 x 65 cm.

Paul Klee (1879-1940)
Paul Klee, geboren im schweizerischen Münchenbuchsee bei Bern, studierte nach privatem Zeichenunterricht ab 1900 an der Münchener Akademie Malerei bei Franz von Stuck und unternahm Reisen nach Italien und Paris. Ab 1906 lebte Klee wieder in München und lernte Arbeiten von van Gogh und Cezanne kennen. 1912 traf er Robert Delaunay in Paris. Die Auseinandersetzung mit seiner Kunst und Farbtheorie führten dazu, dass Klee sich schließlich der Abstraktion zuwandte mit der Betonung der Eigenständigkeit der Farbe. Auch die spätere Bekanntschaft mit Künstlern wie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc und August Macke, mit dem er 1914 eine künstlerisch folgenreiche Reise nach Tunis unternahm, hatten Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung. Inspiriert vom Licht Nordafrikas begann Klee seine Aquarelle mit durchsichtigen, übereinander gelegten Farben zu gestalten. Quadratische Formen bilden Landschaften und Architektur. Von 1920 bis 1931 unterrichtete er am neu gegründeten Bauhaus in Dessau und wechselte anschließend an die Düsseldorfer Akademie. 1926 gründete er gemeinsam mit Feininger, Jawlensky und Kandinsky die Gruppe „Die Blauen Vier". 1937 wird Klee auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ diffamiert. Als er seine Lehrtätigkeit 1933 auf Druck der Nationalsozialisten aufgeben musste, zog Klee wieder in die Schweiz, wo nach längerer Krankheit noch ein großes und bedeutendes Spätwerk entstand.


Veranstaltungshinweise:

Am 25.09.2015 #324_Der Goldene Herbst der Klassischen Moderne

Maße: 25,3 x 38,3 cm; Unterlagekarton: 33,2 x 45,6 cm

signiert


Schätzpreis: 65.000,-  EURO

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