Losnummer: 1126
Hoher, seitlich abgrundeter Sockel mit Adlerapplikationen. Darauf Amorettenpaar eine Deckelurne mit Widderköpfen und antikisierendem Nymphenfries tragend. Höhe 33cm. Zustand A/B.
Ein identisches Vasenpaar befindet sich in der Sammlung des Pavlovsk Palastes, abgebildet in D. Granin, Risen from the Ashes. Zwei weitere leicht variierende Vasenpaare mit der Provenienz des Pavlovsk Palastes wurde 1928 bei Rudolf Lepke in Zuge der Russenauktion verkauft.
Das Vasenpaar steht ganz unter dem Einfluß von Pariser Arbeiten des Empire, etwa der Arbeiten von Claude Galle, die Bergenfeldt gut kannte und auch kopierte.
Friedrich Bergenfeldt, in Westfalen geboren, zog wie viele andere Kunsthandwerker in den 1790er Jahren nach Russland. Er arbeitete in den Ateliers von Yan Aoustin und später mit Charles Dreyer. Für kurze Zeit verlässt er Sankt Petersburg und geht nach Paris. 1801, nach dem Tod Paul I. ging Bergenfeldt zurück und gründet seine eigene Werkstatt, in lokalen Zeitungsanzeigen wirbt er mit Bronzearbeiten im Stil und Qualität der Pariser Meister. Es kommt zu einer intensiven Zusammenarbeit mit Heinrich Gambs, für desen Möbel er oftmals die Bronzen anfertigte.
Literatur:
Daniel Granin u.a.. Risen from the ashes, Petrodvorets, Pushkin, Pavlovsk. St. Petersburg 1992. Ein identisches Vasenpaar abgebildet S.354.
Auktionskatalog Rudolf Lepke. Kunstwerke aus den Beständen Leningrader Museen und Schlösser. Berlin 6.November 1928. Typ vgl. Kat.-Nr. 170-171.
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