Tabatière mit Mikromosaik Eberhatz. Rom. Frühes 19.Jh
Das Mosaik wohl Gioacchino Barberi (1783-1857) zuzuschreiben. Pariser Goldmontierung.
Dose aus braunem ägyptischen Jaspis, mit Goldmontierung 18ct. Taillierte geschweifte Wandung. Scharnierter Deckel. Auf dem Deckel in rechteckiger Fassung Mosaik mit der Darstellung einer bewegten Eberhatz in weiter Landschaft. 3,5x7,7x6cm. Zustand A.
Pariser Garantierstempel evtl. seit 1794 bis nach 1819 (Rosenberg 6564), Pariser Einfuhrstempel seit 1893 (Rosenberg 6615), Meistermarke JL in Rombus.
Losnummer: 1214
Provenienz:
Süddeutsche Privatsammlung.
Literatur:
Jeanette Hanisee Gabriel. The Gilbert Collection. Micromosaics. London 2000. Typ vgl. S.70.
Domenico Petochi. I Mosaici Minuti Romani. Rom 1981. Zum Künstler s. S.45, Typ vgl. Abb.50, S.123.
Roberto Grieco. Micomosaici Romani. Rom o.J. Typ vgl. Abb.122,123 und 258.
Das hier beschriebene Mikromosaik zählt sicherlich zu den qualitätvollsten Arbeiten einer römischen Mosaikwerkstatt und lässt auf die Hand eines großen Meisters schliessen.
Tier- und insbesondere Hundedarstellungen waren zu Beginn des 19.Jahrhunderts ein ausgesprochen populäres und beliebtes Bildthema in römischen Mosaikwerkstätten. Vorbild standen oft Werke des in Rom tätigen Malers Wenzel Peter (1742-1829).
Besonders große Meisterschaft auf diesem Gebiet erlangten Gioacchino Barberi und Antonio Aguatti. Wobei Barberi die Darstellungen des Jagdthemas in weiter Landschaft bevorzugt.