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Koller spannt epochalen Bogen von Cranach über Napoleon zu Spitzweg

Paolo Fiammingo, Götterversammlung: Die Liebe der Götter

Koller präsentiert in der Auktionswoche vom 16. bis 21. September rund 2000 Lots aus den Bereichen der alten Kunst, darunter das wiederentdeckte Gemälde «Götterversammlung: Die Liebe der Götter» von Paolo Fiammingo und die museale «Anbetung Christi» von Lucas Cranach d. Ä. In der Möbelauktion werden Objekte wie das «Bureau Mécanique» aus dem Besitz von Napoleons Stiefsohn Eugène de Beauharnais für Aufsehen sorgen. Eines der Toplots der Bücherauktion ist ein Sammelband mit den drei theoretischen Hauptwerken von Albrecht Dürer. Der Band ist ein Meilenstein des europäischen Buchdrucks und wird nach vierzig Jahren in Privatbesitz zum ersten Mal wieder angeboten.

Alte Meister
20. September

Wiederentdeckter Fiammingo, musealer Cranach

Das ca. 1585 geschaffene museale Gemälde “Götterversammlung: Die Liebe der Götter” des niederländischen Malers Pauwels Franck wurde 2001 in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt. Der Augsburger Reichsbankier Hans Fugger (1531-1598) gehörte zu den grössten Auftraggebern des Malers; in seinem Schloss in Kirchheim/Schwaben schuf Fiammingo den Fünf-Sinne-Zyklus. Dr. Andrew Martin, der 2001 das Gemälde entdeckte, hebt in seinem Gutachten die Parallelen zwischen diesem Zyklus und dem von Koller präsentierten Gemälde hervor. Dargestellt ist eine Götterversammlung mit Jupiter, Vulkan, Neptun, Venus und Amor vor einer Flusslandschaft; am linken Bildrand findet sich ein Liebespaar und eine kleinere Figurengruppe, die erst kürzlich nach einer sorgfältigen Reinigung des Werkes zum Vorschein kamen. Aufgrund der ausgezeichneten Qualität wird das Gemälde auf CHF 200 000 / 300 000 geschätzt (Lot 3030).

Ein Toplot der Altmeister-Auktion ist die aus Schweizer Privatbesitz stammende “Anbetung Christi” von Lucas Cranach d. Ä. Während seiner fast fünfzigjährigen Tätigkeit als Hofmahler der Kurfürsten von Sachsen stieg Cranach zum Ratsherrn und Bürgermeister der Stadt Wittenberg auf. Zu den Auftraggebern gehörten nebst Kunden wie Martin Luther und Kaiser Maximilian I. zahlreiche fürstliche Schlösser. Das 14,5x20 cm kleine, mit vielen Details versehene Gemälde, dessen Eigenhändigkeit von Dr. Dieter Koepplin bestätigt wurde, wird für CHF 400 000 bis 600 000 ausgerufen (Lot 3026).

Zu einer ganzen Reihe herausragender niederländischer Stillleben des 17. Jahrhunderts gehört ein Gemälde mit Silbertazza, Hummer, Obst und Austern von Jan Davidsz. de Heem. Es ist mit einer Schätzung von CHF 600 000 / 900 000 das höchstdotierte Los der Auktion. Es ist im Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie (RDK) in Den Haag archiviert und wird dort ins Werkverzeichnis aufgenommen (Lot 3054).

Gemälde des 19. Jahrhunderts
20. September

Mehrere Werke von Carl Spitzweg aus einer Privatsammlung

In der Auktion Gemälde des 19. Jahrhunderts werden gleich mehrere Werke von Carl Spitzweg angeboten. Das vielfach publizierte und ausgestellte Gemälde “Auf der Bastei” zeigt einen wachenden Soldaten, auf dessen Posten weisse Wäsche getrocknet wird und sich Unkraut und Spatzen breit gemacht haben. Im gähnenden Soldaten fängt Spitzweg einmal mehr das “Allzumenschliche” des Biedermeier ein. Das 21x49 cm grosse Bild wird mit einer Schätzung von 250 000 / 350 000 angeboten (Lot 3229).

Bücher und Autographen
21. September

Albrecht Dürer – ein Meilenstein der europäischen Buchkunst

Der Höhepunkt der kommenden Bücherauktion ist ein Sammelband, der in einzigartiger Weise den Künstler Albrecht Dürer als Wissenschaftler präsentiert und seine gesamte deutschsprachige Buchproduktion umfasst. Die drei Werke zur Messung (1525), zum Festungsbau (1527) und zur menschlichen Proportion (1528) eröffnen ein weites Panorama der Bemühungen Dürers, seiner Kunstpraxis ein theoretisches Fundament zu verschaffen und markieren zugleich den Beginn der deutschen Wissenschaftssprache. In ihrer Gestaltung, der meisterhaften Abstimmung von Typographie und Illustration gelten sie darüber hinaus als Meilensteine der europäischen Buchkunst. Das ungewöhnlich gut erhaltene Exemplar stammt aus der berühmten Sammlung des englischen Architekten und Designers Charles Robert Ashbee (1863-1942), fand in den 1970er Jahren seinen Weg in Schweizer Privatbesitz und wird nun erstmals seit fast vier Jahrzehnten wieder angeboten, mit einer Schätzung von CHF 120 000 / 180 000 (Lot 231).

Als ausgesprochene Rarität gilt ebenfalls die Inkunabel-Sammlung Basilea: ein 20 Bände umfassendes Werk mit 15 bedeutenden Basler Frühdruckens, das auf CHF 150 000 bis 200 000 geschätzt wird (Lot 260). Die Mischung aus wissenschaftlichen Spitzenleistungen und äusserst sorgfältiger Handwerkskunst machen die Besonderheit Basler Inkunabeln aus und dienten als Leitfaden bei der Zusammenstellung der vorliegenden Sammlung.

Möbel und Dekoration
19. September

Aus dem Besitz von Eugène de Beauharnais

Die Auktion für Möbel und Dekoration umfasst über 350 Lots. Dazu gehören Werke grosser Meister wie J.C. Hoppenhaupt, C. Cressent, J.H. Riesener und J. Coteau. Aus dem Besitz von Eugène de Beauharnais, des Stiefsohns von Kaiser Napoleon und späteren Vizekönigs von Italien, stammt das fürstliche “Bureau Mécanique”. Das 1801/1802 von einer Pariser Meisterwerkstatt nach Entwürfen von L.E. Bataille geschaffene Bureau ist mit Bronzen von P. P. Thomire geschmückt und ist mit einer Schätzung von CHF 280 000 / 480 000 versehen (Lot 1231).

Altmeister-Zeichnungen und Graphiken
20. September

Aus dem Nachlass von Sergei Rachmaninoff

Von Robert Hermann Sterl stammt das Aquarell mit Pastell, das ein Feuerwerk über dem Kreml darstellt. Es wurde 1914 gemalt und war im Besitz des berühmten Komponisten, Pianisten und Dirigenten Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff. Es gelangt für CHF 15 000 / 20 000 zur Versteigerung (Lot 3483).

Aus dem Besitz des flämischen Malers Prosper Henricus Lankrink stammt ein doppelseitiges, Antonis van Dyck zugeschriebenes Studienblatt “Christus in der Glorie, umgeben von Putten” in schwarzer und brauner Kreide. Die Zeichnung wird auf CHF 20 000 bis 30 000 geschätzt (Lot 3417).

Sakrale Skulpturen
19. September

In der Möbelauktion werden auch dieses Mal bedeutende sakrale Skulpturen angeboten, wie z. B. eine burgundische Madonna mit Kind, die ca. 1360/1380 aus Kalkstein gehauen wurde und aus Schweizer Privatbesitz stammt. Sie ist auf CHF 15 000 bis 20 000 taxiert (Lot 1011). Aus Lindenholz geschnitzt ist die spätgotische Figur der Heiligen Katharina aus den Jahren 1480/1500, die wegen ihrer feinen Qualität und des guten Zustandes zu den Spitzenwerken dieser Auktion gehört (CHF 15 000 / 25 000, Lot 1018).

Silber, Porzellan, Fayencen
16. September

Zu den silbernen Besonderheiten gehören ein Danziger Deckelhumpen aus Vermeil mit Meistermarke PHL, der in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts gefertigt wurde und mit einer Schätzung von CHF 6 000 bis 12 000 ausgerufen wird (Lot 1507), und ein Paar Vermeil-Champagnerkühler mit Meistermarke “Joseph and John Angell” aus London, hergestellt 1837/38. Es wird für CHF 8 000 bis 14 000 zu ersteigern sein (Lot 1584).

Eine 39 cm hohe zentralitalienische Majolikagruppe mit Madonna und Kind aus dem 16. Jahrhundert gehört mit einer Schätzung von CHF 10 000 / 15 000 zu den Raritäten dieser Auktion (Lot 1501).

Schmuck und Armbanduhren
17. September

Höchsttaxiertes Lot ist mit einer Schätzung von CHF 220 000 / 300 000 ein Ring mit einem Ceylonsaphir von 21,06 ct. und 2 Diamantbaguetten (Lot 2097). Besonders prächtig ist der Platinring mit einem ca. 14-karätigen Navette-Diamanten; er wird für CHF 100 000 / 150 000 ausgerufen (Lot 2030).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktionswoche A 166: Kunsthandwerk, Graphik, Zeichnungen, Alte Meister, Gemälde 19. Jahrhundert, Bücher

Quelle: © Koller Auktionen AG

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