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|  | Paul Désiré Trouillebert, La Peniche - Landschaft mit Lastkahn |  | Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Trouillebert.
83 x 124,5 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
Literatur:
Marumo, Claude / Maier, Thomas / Müllerschön, Bernd: Paul Désiré Trouillebert. Catalogue Raisonné de l'oeuvre peint, Stuttgart 2004, S. 534, Kat. Nr. 0931 (mit Abb.). |  | |
| Losnummer: 3206
Diese qualitätsvolle Arbeit von eindrucksvoller Grösse, die kürzlich in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt wurde, ist ein Meisterwerk Paul Désiré Trouilleberts und charakteristisch für sein Schaffen. Besonders bemerkenswert ist die atmosphärische Wiedergabe der Landschaft mit ihrer Differenzierung zwischen der realen Natur und den Reflektionen im Wasser sowie dem bewegten Wolkenspiel im Himmel und dem ruhig auf dem Wasser gleitenden Lastkahn. Der stimmungsvolle Charakter der wiedergegebenen Kulisse lädt ein, sich ebenfalls treiben zu lassen.
Trouillebert wurde 1829 in Paris geboren und erlernte die Malerei bei Auguste-Antoine Ernest Hébert (1817 - 1908). Er folgte zunächst seinem Lehrer und spezialisierte sich ausschliesslich auf die Porträtmalerei, eine Gattung, die sich bei der Pariser Gesellschaft grösster Beliebtheit erfreute und so stellte er erstmals 1865 in der jährlichen Ausstellung des Salons in Paris aus. Während er die Porträtmalerei zeitlebens nie ganz aufgab, widmete er sich aus Leidenschaft mehr und mehr auch der Landschaftsmalerei, wofür er dem Zeitgeist entsprechend in die Natur ging, um die verschiedenen Naturerlebnisse "en plein air" festzuhalten. Dabei wählte Trouillebert bei den Jahreszeiten seiner Landschaften stets den heissen Sommer oder den Herbst, vor allem bei bedecktem Himmel oder bei bewölkten Sonnenuntergängen. Winterszenen und den Schnee sucht man hingegen vergebens im Oeuvre von Trouillebert.
Trouillebert malte seine kleinen bis mittleren Formate direkt in der Natur und bereiste hierfür mehrere Regionen in Frankreich, wobei ihm die kürzlich eingeführte Eisenbahn das Reisen erleichterte. Bei der imposanten Grösse dieses hier angebotenen Gemäldes kann hingegen davon ausgegangen werden, dass es im Atelier nach Entwürfen, die er in der Natur angefertigt hatte, entstanden ist. Das für eine Landschaft eher untypische Grossformat, lässt an die gepriesenen und von der Akademie favorisierten Historienbilder denken, die an den jährlichen Salon Ausstellungen bei der Pariser Gesellschaft auf grosse Begeisterung stiessen. Somit setzt sich Trouillebert über die allgemeinen akademischen Vorgaben hinweg und erhebt die Landschaft zur salonfähigen Gattung, wofür das hier angebotene Gemälde als besonders meisterliches Werk exemplarisch hervortritt.
 |  |  |  Veranstaltungshinweise: Am 23.03.2015 bis 28.03.2015 Auktionswoche A 172: Teppiche, Silber, Schmuck, Möbel, Alte Graphik, Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Bücher, Photographie |  | | Schätzpreis: 30.000 - 50.000 SFR
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