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KPM Fruchtkorbträger mit einem Kind, Deutschland, 1780-1800

KPM Fruchtkorbträger mit einem Kind, Deutschland, 1780-1800, 1780-1800



Porzellan, weiß glasiert, polychrome auf Glasur staffiert und mit Goldakzenten versehen
Deutschland, zwischen 1760-1770 (Entwurf), spätere Ausführung 1780-1800
Königliche Porzellanmanufaktur (KPM) – gegründet 1763 in Berlin
Unterglasurblaue Schwertermarke
Modellnummer 35, Geräte zur Plat der Menage für den General de la Motte Fouquè
Ein unbekleidetes Kind auf grünem Schilf über einer naturalistisch gestalteten Basis sitzend, einen Schilfbund haltend
Höhe: 22,5 cm

Schätzpreis des Auctionata Experten: 1.000 €
Dieses Objekt wird durch das Berlin Büro verkauft

Losnummer: 18


Zustand:
Der Fruchtkorbträger zeigt Wachsspuren, mehrere restaurierte Bruchstellen sowie Fehlstellen im oberen Bereich und Überarbeitungen der farblichen Fassung. Die Höhe beträgt 22,5 cm.

Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin
Die erste Berliner Porzellanmanufaktur wurde 1752 auf Anregung Friedrichs des Großen von Wilhelm Caspar Wegely und J. Benckgraff gegründet, doch bereits 5 Jahre später wurde die Produktion eingestellt, da der König mit dem Porzellan nicht zufrieden war. Durch den Einmarsch der preußischen Armee in Meißen, kamen viele Modelleure und Porzellanmaler nach Berlin, wo 1761 der Kaufmann Johann ernst Gotzkowsky eine neue Manufaktur gründete. Diese wurde schließlich 1763 von Friedrich dem Großen gekauft, welcher ihr den Namen „Königliche Porzellanmanufaktur“ verlieh sowie die kobaltblau Zeptermarke einführte. Während dieser Zeit begann die Fabrik mit der Produktion von vorzüglichem Tafelgeschirr im Rokokostil, das in kräftigen Farben mit Blumen, Vögeln und Szenen nach Watteau, Boucher und holländischen Meistern bemalt wurde. Berühmte Porzellanmaler der Manufaktur waren K. W. Böhme, B. Böhme und K. J. C. Klipfel; Modellmeister waren z.B. Friedrich Elias Meyer und sein Bruder Wilhelm Christian. Typische Berliner Porzellanmuster auf Tafelgeschirr waren der Neuzierrat (seit 1763), Rokokoschnörkelreliefs auf den Rändern, der Reliefzierrat (seit 1765) und der Antikzierrat (ab 1767), pfeifenartige und geriffelte Muster. Nachdem 1798 Theodor Schmuz-Baudiß die künstlerische Leitung übernommen hatte, wurde das Geschirr in Unterglasurmalerei mit Landschafts- und Stadtansichten in zarten Farben geschmückt. Im Jahre 1871 wurde die Manufaktur an ihren heutigen Standort am Tiergarten nahe der Spree verlegt, wodurch die Rohstoffe und Fertigprodukte endlich auch per Schiff transportiert werden konnten. 1886 wurde die Malerei von Porzellanfliesen unter der Leitung von Professor Alexander Kips als neuer Produktionszweig aufgenommen. Nach der Zerstörung der Manufaktur im Zweiten Weltkrieg wurde KPM 1988 vom Land Berlin übernommen; seit 2006 ist sie im Besitz des Berliner Privatbankiers Jörg Woltmann.


Veranstaltungshinweise:

Am 04.04.2016 475 Kostbarkeiten. Porzellan, Kurioses, Sammelwürdiges


Schätzpreis: 500,-  EURO

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