Losnummer: 1234
Dr. Klaus Ertz, Lingen 12.3.2015.
Ertz ist davon überzeugt, dass das kleinformatige Landschaftsgemälde mit Blick auf die Prager Burg 1604 enstanden ist, zu dem Zeitpunkt als Brueghel sich am Hofe Kaiser Rudolfs II. in Prag aufhält. Innerhalb dieser kleinen Darstellung gelingt es dem Maler mit einem verlebendigtem und mikroskopisch feinem Pinselstrich millimeterkleine Blumen, Büsche und Figuren zu malen. Am Horizont erkennt man eine Baumallee und ein Mühle vor dem gelblich-rosafarbenen Horizont, die durch zarte weiße Höhungen im sanften Licht reflektieren.
Der geschlossen wirkende Wald auf der rechten Bildseite betont durch dessen Anordnung in der mittleren Bildebene die Tiefenstaffelung der Landschaft. Der Betrachter blickt, gelenkt von der Positionierung der Bäume, an diesen vorbei in die sich verblauende Landschaft. Neben Jan Brueghel d. Ä. waren auch Paul Bril und Hans Rottenhammer bekannt für ihre fein ausgeführten miniaturhaften Meisterwerke.
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