Losnummer: 2216
In der männlichen Gottheit ist mit ziemlicher Sicherheit Vishnu zu sehen. Seine Haare sind in einem zylindrischen, sich nach unten verjüngenden Gebilde auf dem Hinterkopf zusammengefasst, dazu trägt er eine Art Diadem. Er ist bekleidet mit einem fein gefältelten, prinzlichen Sampot, der raffiniert übereinander geschlagen ist, mit sieben nach links schwingenden Falten und einem doppelten 'Fischschwanz', bei dem der kürzere Teil über dem längeren liegt. Gehalten wird das schwere Textil mit einem edelsteinverzierten Gürtel auf den Hüften.
Die Gewandform zitiert Stile des 10. Jhs., allerdings finden sich auch für das 12. Jh. typische Partien, wie die diagonal schwingenden Falten. Die Figur ist gut erhalten, bis auf die an der Schulter abgeschlagenen Arme und das fehlende linke Bein. Der Kopf ist am Hals gebrochen.
Literatur:
-Norton Simon Art Foundation (pl): Art from Sri Lanka & Southeast Asia. Hong Kong 2004. Vergleiche Nr. 154.
-Frances P. Smyth (ed): Sculpture of Angkor and Acient Cambodia. New York/London 1997. Vergleich Nr. 70, S. 262.
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