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|  | Karl Wilhelm Diefenbach, Seiltänzer, 1891 |  | Teilbild 11 des Frieses "Per Aspera ad Astra"
Feder und Pinsel in Schwarz auf Velin. 25 x 50,2 cm. Oben rechts in Bleistift signiert und datiert "Diefenbach 1891" |  | |
| Losnummer: 6686
Karl Wilhelm Diefenbach, Freigeist und Visionär, schuf im Jahr 1892 gemeinsam mit seinem Schüler Fidus den monumentalen Fries "Per aspera ad Astra" (lat. "Auf rauer Bahn zu den Sternen"). Auf einer Länge von insgesamt 68 Metern entwickelt Diefenbach in 34 scherenschnittartig angelegten Bildern seinen Lebenstraum. Aus einem «Humanitas»-Tempel strömt, angeführt von Diefenbachs Familie mit Esel (in Anlehnung an die «Flucht nach Ägypten») ein Festzug mit neckisch nackten Kindern. In ungebremster Fröhlichkeit reiten sie auf Löwen, tollen mit Affen und springen akrobatisch über die Wiesen. Der Zug endet auf einem Felsen, wo Diefenbach mit seinen drei Kindern und gefolgt von Fidus auf das verheißene Paradies blickt. Das gemalte Manifest zeigt schwarz auf weiß Diefenbachs Ideal von kindlicher Unverdorbenheit. Er suchte die Einheit von Mensch und Natur und sah sich selbst als Propheten in der Nachfolge Jesu. Der Fries hat sich erhalten und befindet sich im Stadtmuseum von Hadamar. Vorliegende in das Jahr 1891 datierte Zeichnung weicht was den Pflanzenbewuchs und besonders die Haltung einiger Figuren angeht - etwa des stehenden Mädchens rechts an den Holzstützen und des Knaben ganz links am Bildrand - von der Version des Frieses und auch der Druckausgabe ab. Dieses zeigt wie eingehend sich Diefenbach sich selbst den Details dieses umfänglichen Zyklusses gewidmet hat.
Provenienz: Privatsammlung Wien.
 |  |  |  Veranstaltungshinweise: Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts |  | | Schätzpreis: 3.000,- EURO
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Zurück © Galerie Bassenge KG, Berlin |
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