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Psalterium für die Dominikanerinnen von St. Katharina in Nürnberg. Handschrift auf Pergament. Nürnberg, um 1500.

Psalterium für die Dominikanerinnen von St. Katharina in Nürnberg. Handschrift auf Pergament. Nürnberg, um 1500.

Losnummer: 344


Psalterium für die Dominikanerinnen von St. Katharina in Nürnberg. Illuminierte Handschrift auf Pergament. Nürnberg, um 1500.
152 x 121 mm. 176 Bll. Lagen: 16, 2-910, 108, 11-1810, 194-2 (ohne 2 [leere?] Bll. am Schluss). Wortreklamanten. Moderne Bleistift-Foliierung 1-176. Textspiegel 120 x 85 mm. Lateinischer Text in schwarzbrauner Textualis, einspaltig zu 20 Zeilen; Noten in Quadratnotation auf vierlinigem roten System; Kalender in 6 Spalten in brauner, roter und blauer Tinte. Ein- und zweizeilige Lombarden alternierend in Rot und Blau. Neun siebenzeilige Initialen zu Beginn des Paternoster und im Psalter aus farbigem, meist rotem, blauen oder grünem weißgehöhten Akanthus, auf fein mit Ranken oder Strahlenkränzen ziseliertem polierten Blattgoldgrund, von schmalen, blau-roten oder blau-grünen Leisten gerahmt; auf allen Initialseiten im Seiten- bzw. Bund- und Fußsteg Akanthusbordüren, teils mit Blüten, in Rot-, Grün- und Blautönen sowie Goldpollen. Eine sechszeilige Initiale in Blau mit pergamentausgesparten Drachenfiguren, gefüllt mit rotem Quadratmustergrund, mit Fleuronnée in Blau und Rot.
Inhalt: Fol. 1r-6v Kalendar (u.a. Jan. 28. Translacio S Thome de aquino, März 3. Kunegundis, März 7. Thome de aquino, Mai 24. Translacio sancti Dominici, Juli 13. Hainrici conf., Aug. 19. Sebaldi confess., Sept. 9. Translacio Kunegundis; ferner bemerkenswert: Mai 13. Servacij episcopi).
7r-9v Pater noster, Ave Maria. Credo. Invitatorien (7r gr. Initiale mit Bordüre, 8v Fleuronnée-Initiale zum Antiphon).
9v-151r Psalter mit Antiphonen (zu den Psalmen 1, 26, 38, 52, 68, 80, 97 u. 110 gr. Initialen mit Bordüren).
151r-162v Cantica (159r gr. Fleuronnée-Initiale zum Te Deum).
163r-166v Litanei (u.a. Dominice [zweifach!], Sebalde, Catherina [zweifach!]).
166v-167v Orationen.
167v-176v Antiphonarium (Nocturnen u. kleine Horen, beginnend mit "In adventu domini", schließend mit "Dominica in tempore resurrectionis".
Marmorierter brauner Kalbslederband des 19. Jhs. mit klassizistischem ehemals vergoldeten Rückendekor.

(Stärker berieben, vorderes Rückengelenk defekt. Im Ganzen zu stark beschnitten; die Bordüren allseitig angeschnitten und teilw. leicht berieben.)

Vgl. UB Freiburg i.Br. Hs. 302. - Ein Gegenstück zum Freiburger Psalter, der in Texten und Zusammenstellung nahezu identisch ist, den Bordürenschmuck wohl von gleicher Hand bietet (dessen Goldinitialen aber sämtlich ausgeschnitten worden sind) und der offensichtlich von anderer Hand geschrieben wurde.
Die Herkunft und Datierung ist wie im Freiburger Exemplar aus Kalender und Litanei abzulesen: Heinrich und Kunigunde sind Leitheilige der Diözese Bamberg, zu der Nürnberg gehört, Sebaldus ist Stadtpatron von Nürnberg. Der Kalender folgt dem Gebrauch der Dominikaner, die doppelte Anrufung des Dominicus und der Katharina in der Litanei weisen ohne Zweifel auf das Nürnberger Katharinenkloster hin. Durch das Auftreten des Servatius im Kalender am 13. Mai kann als Terminus post quem das Jahr 1498 gesetzt werden, da der Heilige erst ab diesem Jahr in dominikanischen Kalendaren erscheint (s. Leroquais I, S. CI).
Die Handschrift wurde vom Vorbesitzer 1977 im Londoner Antiquariatsbuchhandel erworben.


Veranstaltungshinweise:

Am 30.09.2022 Auktionen 169/170 - Herbstauktionen 2022


Schätzpreis: 20.000,-  EURO

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