Der amerikanische Künstler Sol LeWitt gehört zu den bedeutenden Entwickler der konzeptuellen Kunst. Diese Bewegung, ab der Mitte der 60er Jahre in Amerika gebildend, zeichnet die Abwendung von der Erfindung eigener Bildwelten zu Gunsten von klar definierten, scheinbar objektiven Bildinhalten aus.
Sol LeWitt arbeitet fast immer in Serien. Selbst auferlegten Regeln folgend, entwickelt er neue Abwandlungen verschiedener Grundformen. Er verändert ihre Farben, er dreht sie um einige Grade, er unterteilt sie gemäß eines
arithmetrischen oder mathematischen Prinzips. Aus Rechtecken, Kreisen und Zylindern, aus Kegeln und Vielecken lassen sich auf diese Weise zahlreiche
verschiedene Figuren und neue Raummodelle entwickeln.
Die Grafik bildet den Künstlern der konzeptuellen Bewegung eine hervorragende Ausdrucksform, um seriell zu arbeiten. In dieser Zeit wurde die Technik des grafischen Blattes zum äquivalenten Ausdrucksmittel zu Malerei und Skulptur.
Dementsprechend hoch ist das Interesse von Sammlern für dieses Medium. Die bei artonnet.de gezeigten Grafiken ( artonnet 1 + 2 + 3 ) sind in einer Serie von 12 Blättern gearbeitet, verstehen sich als Einzelblätter und als hervorragende
Beispiele aus dem Werk des inzwischen 73 jährigen Künstlers.
1945 - 49
Studium an der Syracuse University
1953
zieht nach New York; Besuch der Cartoonists and Illustrators School
1955 - 56
arbeitet als Grafiker für den Architekten I.M.Pei
1964 - 71
unterrichtet an der Cooper Union, School of Visuel Arts, New York University
seit 1989
lebt und arbeitet in Chester, Connecticut und Bari bei Spoleto / Italien
Retrospektive
Hrsg. Gary Garrels, 2001; San Francisco Museum of Modern Art, Taschenbuch 96 S.; Überblick über das Werk des amerikanischen Künstlers - Aspekte der Architektur, Arbeiten im öffentlichen Raum,
Museumspräsentationen stehen im Mittelpunkt