Losnummer: 175
Die reich gekleidete und geschmückte Heilige in Betrachtung des Schädels ihren Schmuck ablegend. Vor ihr ein gefülltes Schmuckkästchen, neben dem Schädel liegt eine eiserne Kette symbolisch für die anstehende Buße.
Andrea Vaccaro war einer der erfolgreichsten Maler im Neapel seiner Zeit. Zusammen mit seiner Werkstatt schuf er überwiegend religiöse Gemälde für Auftraggeber vor Ort, aber auch für den Export nach Spanien (Neapel stand zu dieser Zeit unter spanischer Herrschaft). Mit seinem ausgeprägten Chiaroscuro zeigen seine frühen Arbeiten deutlich den Einfluss Caravaggios und dessen Nachfolger in Neapel. Ab den 1630er Jahren sind Vorbilder wie Guido Reni oder Anthonis van Dyck erkennbar, in späteren Jahren nimmt er auch Anregungen von dem jüngeren Luca Giordano auf.
Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland.
Wir danken Dr. Achille della Ragione, Neapel, für seine Beurteilung auf Basis von Fotografien.
 |