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Jubiläumsauktion mit einer kleinen Weltsensation

Manfred Wild, Edelste und kleinste Eisenbahn der Welt, 2024/

Mit der 300. Auktion am 9. März 2024 bei Dr. Fischer Kunstauktionen wird ein Jubiläum gefeiert. Mit besonders schönen Objekten und einem spannenden Angebotsspektrum aus allen Sparten des Hauses bietet Dr. Fischer Kunstauktionen seinen Kunden ein außergewöhnlich erlesenes Angebot.

Herausragend bespielt sind, wie es der Tradition von Dr. Fischer Kunstauktionen entspricht, die Sparten Glas und Schmuck, Gemälde und Kunstgewerbe. Zur Juwelierskunst gehört in dieser Auktion eine kleine Weltsensation, die sogenannte „Edle Eisenbahn“, eine hügelige Landschaft mit Architekturen und Pflanzen aus Gold, hochkarätigen Edelsteinen und Kristallen. Durch sie können sich zwei Lokomotiven aus Gold (18 Karat) bewegen, die jeweils vier Wagons ziehen. Was sie transportieren? Viel Gold, teils bestückt mit Rubinen, Saphiren, Smaragden und Diamanten, facettierten grünen und roten Turmalinen, Amethysten und Citrinen. Die Märklin-Spur Z für die Lokomotiven ist auf Bergkristallen aufgebaut, das Gleisschotter bilden rohe Diamanten. Ein Tunnel durchzieht einen über 30 Kilogramm wiegenden Berg aus Bergkristall-Abschnitt. Alle Architekturen sind aus Chalcedon mit goldenem Fachwerk (18 Karat), ihre Dächer aus Rubinen und Saphiren. Aus Silber sind die schwarz gefassten und vergoldeten Bäume geformt, ihre Blätter und Blüten aus Smaragden und Rubinen. Wer möchte nicht durch eine solche Landschaft reisen? Die „Edle Eisenbahn“, die von den Zeiten erzählt, als das Reisen mit dem Zug noch ein luxuriöses und spannendes Ereignis war, ist das Werk des Edelsteingestalters Manfred Wild. Die Werke dieser Kooperationspartner sind heute in vielen internationalen Museen zuhause, so im Smithsonian Institute in Washington D.C., im Harvard Museum in Boston und Carnegie Museum (Pittsburg / USA), im Iksan Jewelry Museum in der südkoreanischen Iksan City und im Yamanashi Museum im japanischen Kofu. In der Vorbesichtigung werden sich die Züge der „Edle(n) Eisenbahn“ durch die genauso edle Landschaft bewegen - besonders schön sind sie im illuminierten Zustand. Das weltweit nur einmal existierende Landscape-Objekt aus den schönsten Materialien der Welt ist mit einer Taxe von 500.000 Euro beziffert.

Besonders facettenreich und hochwertig ist die Glas-Offerte im Bereich der Art Nouveau. Hier setzen seltene Atelierstücke der lothringischen Glasmanufakturen Gallé und Daume Frères, die zum Teil auf den Weltausstellungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu sehen waren, hohe Maßstäbe. Zu den besonders wertvollen Schöpfungen zählt die über 60 cm hohe Vase von Daum Frères mit einem abstrakten Dekor, die 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel gezeigt wurde (Taxe 60.000 – 75.000 Euro). Als Atelierstück „grand genre“ und als Unikat schuf Emile Gallé ein Jahr vor seinem Tod die Schale „Larmes de Soude“ (Soda-Tränen) mit gewellter Wandung und fünffach spitz zulaufender, ausgestellter Mündung über Stufenfuß. Das in milchigen Braun- und Gelbtönen marmorierte Glas strukturieren aufgelegte Bänder aus schaumig-klarem Glas, die die Titel gebenden "Soda-Tränen" darstellen (60.000-80.000 Euro). Viele weitere Lose im Bereich Art Nouveau-Glas stammen ebenfalls von Daum, Gallé oder Americ Walter und Gabriel Argy-Rousseau und sind oft in den seltenen pâte-de-verre-Techniken ausgeführt (Taxen im fünfstelligen Euro-Segment).

In der Sparte modernes Glas und Studioglas gibt die 69 cm in der Höhe messende Glasskulptur „Sun Rise“ der österreichischen Pop Art-Künstlerin Kiki Kogelnik (Graz 1935 - 1997 Wien) den Ton an. Ausgeführt wurde sie von der venezianischen Glasmanufaktur Berengo, die für ihre Kooperationen mit vielen zeitgenössischen Künstlern weltberühmt ist. Die vollplastisch ausgebildete Glasskulptur „Sun Rise“ gehört zu Kogelniks phantasierreicher Serie „Balloon Heads“ und erschien in einer Auflage von 10 Exemplaren (+ 4 Artist´s Proofs). Für „Sun Rise“ werden 26.000 Euro erwartet.

Die Gemälde-Suite führt eine außergewöhnliche Interpretation von Richard Wagners Szene des Venusberg aus dessen romantischer Oper Tannhäuser an. Geschaffen hat sie im Jahr 1918 der vor allem in Süddeutschland aktive impressionistische Maler und Protagonist der Künstlergemeinschaft „Scholle“ Leo Putz (1869 Meran – 1940 Meran). Das dionysische, vielfigurige Liebesspiel im Venusberg, das Richard Wagner in seinem Bühnenwerk lebendig werden ließ, hielt Leo Putz in dem Moment fest, der für das Schicksal Tannhäusers bestimmend sein sollte: Tannhäuser selbst steht in der Momentaufnahme von Leo Putz als abgedunkelte Figur im linken Bildteil. Im Hintergrund sieht man, beleuchtet durch viele Lampions als farbintensiver kontrastierender Hintergrund, die Töchter der Venus, die die Menschheit mit ihren exzessiven Liebesspielen verführen und sie im Venusberg zu halten versuchen. Tannhäuser selbst wendet sich von der dieser Szenerie ab und schaut aus der Venushöhle hinaus. Er ist der Liebe der Venus überdrüssig. Es ist der Moment dargestellt, indem Tannhäuser den Namen der Muttergottes ruft und damit den Zauber der Venus zerstört. Er ist damit vom Leben im Venusberg befreit und wird sich wieder auf die Wartburg zurückbegeben. Für Leo Putz typisch ist hier der farbenfrohe flächige Impressionismus, den er in ein spannungsreiches Chiaruscuro aus dunklem Höheneingang und heller, bunter Szene im Hintergrund einbettet (Limit 63.000 Euro).

Veranstaltungen zum Bericht:
300: Jubiläumsauktion

Quelle: © Auktionshaus Dr. Fischer - Heilbronn

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