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Johann Eißler, Musealer Elfenbein-Deckelhumpen, Nürnberg 1688 - 1692

Johann Eißler, Musealer Elfenbein-Deckelhumpen, Nürnberg 1688 - 1692

Silber, vergoldet. Auf einem Fußwulst mit Palmettfries der ovalzylindrische Korpus mit Volutenhenkel und aufgewölbtem Scharnierdeckel. Der Elfenbeinmantel der Wandung mit einer fein geschnitzten vielfigurigen Schlachtenszene. Der Deckel mit entsprechendem, getriebenem und fein ziseliertem Dekor; eine vollplastisch geschnitzte Elfenbeingruppe zweier gegnerischer Kämpfer als Bekrönung. Der erhobene Arm der stehenden Figur verloren. Marken: BZ Nürnberg für 1688 - 1692, MZ Johann Eißler (1665 - 1708, GNM Nr. BZ28, 198), Tremolierstich. H 33,5 cm, Gewicht 2.098 g.
Nürnberg, Johann Eißler, 1688 - 1692. Die Schnitzerei wohl Johann Michael Hornung aus Schwäbisch Hall zuzuschreiben.

Losnummer: 413


Der Humpen zeigt ein dramatisches Reitergefecht gegen osmanische Krieger, das auf die legendäre Schlacht während der Zweiten Türkenbelagerung Wiens 1683 Bezug nimmt. Die Soldaten des osmanischen Heers sind hier, deutlich unterscheidbar, in orientalíscher Kleidung mit Turban und Schnurrbart dargestellt, während deren Gegner der kaiserlichen Streitmacht Leopolds I. entweder in zeitgenössischer Tracht des 17. Jahrhunderts oder in antikischer Rüstung mit römischem Harnisch kämpfen.
Die Figurengruppe auf dem Deckel symbolisiert die Niederschlagung der Osmanen durch das kaiserliche Heer und den Triumph der Christenheit über die 'Ungläubigen'.

Zertifikat

Vermarktungsgenehmigung DE-K-240325-149 für den EU-Binnenmarkt vorhanden.

Provenienz

Verst. Fischer Luzern, 31. Aug. 1933, Lot 298; Sammlung Rütschi, Zürich; versteigert Fischer Luzern, 16. - 20. Juni 1953; hessische Privatsammlung.

Literaturhinweise

Vgl. einen Deckelhumpen Eißlers mit nahezu identischem Aufbau und Bildprogramm in der Sammlung des Grünen Gewölbes, abgebildet bei Jutta Kappel, Elfenbeinkunst im Grünen Gewölbe zu Dresden, Dresden 2017, Nr. II.12. Ein weiterer in der Sammlung der Markgrafen und Großherzöge von Baden, versteigert Sotheby's 1995, Lot 482. Unser Humpen abgebildet in Weltkunst, Heft 12, 15. 6. 1953. Zur Zuschreibung der Elfenbeinschnitzerei an Johann Michael Hornung vgl. einen signierten Humpen im Grünen Gewölbe, publiziert bei Jutta Kappel, a.a.O., Nr. II.11. Ein weiterer im Hohenlohe-Museum in Neuenstein, ebenfalls mit der Darstellung einer Türkenschlacht, ist abgebildet bei Armin Panter (Hg.) Hohenlohe, das Kirchberger Kunstkabinett im 17. Jahrhundert, Sigmaringen 1995, Nr. 9.


Veranstaltungshinweise:

Am 15.05.2024 Auktion 1244: Kunstgewerbe


Schätzpreis: 35.000 - 40.000  EURO

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