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|  | Sirupkanne mit Granatapfeldekor, Arnstadt, 17. Jh. |  | Fayence, Blaudekor. Zweizoniger vegetabiler Dekor. Unglasierter Boden ohne Marke. Vergilbte Restaurierungen am Lippen- und Tüllenrand, Glasurberieb. H 20 cm.
Arnstadt, 17. Jh. |  | |
| Losnummer: 724
Die Arnstädter Fayencen sind durch die Eisenacher Ausstellung und den Katalog von Ulrich Lappe erstmals einem größeren Publikum bekannt gemacht worden. Die Zuschreibung nach Arnstadt beruft sich auf die Bodenfunde, denn die Erzeugnisse aus der erstaunlich großen Produktion sind heute in Museumsbeständen von Belgien bis Polen verstreut, oft im fragmentarischen/ergänzten Zustand archäologischer Fundstücke. Zahlreiche Manufakturisten in Arnstadt stellten ungefähr 100 Jahre lang "blaue Arnstädter Töpfe" her, besonders viele im Zeitraum nach 1650. Lappe vermutet, dass die Gründung der Fayencemanufaktur Dorotheental 1715 in unmittelbarer Nachbarschaft so eine starke Konkurrenz war, dass sie zum Niedergang der Arnstädter Produktion führte - ebenso wie das erschöpfte Vorkommen an weißem Ton, der im Ort gefördert wurde.
Provenienz
Rheinische Privatsammlung.
Literaturhinweise
Kat. Arnstädter Fayencen des 17. Jahrhunderts. Eine Ausstellung des Thüringer Museums Eisenach 1997, S. 86.
 |  |  |  Veranstaltungshinweise: Am 15.05.2024 Auktion 1244: Kunstgewerbe |  | | Schätzpreis: 3.000 - 4.000 EURO
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