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Museale Sammlungen und Stars der Gegenwart

Heinrich Campendonk, Liegender Akt, 1918

Der Evening Sale bei Lempertz begeistert mit Kunstwerken aus Museen, bedeutendsten Privatsammlungen und aus dem Nachlass der Künstler selbst.

Das Museum Wiesbaden zeigt gegenwärtig mit großem Erfolg die Ausstellung „Max Pechstein - Die Sonne in Schwarzweiß“, darin zentral das Selbstbildnis des Expressionisten, das Lempertz in der vergangenen Saison sehr erfolgreich versteigert hat. In der Auktion am 4. Juni wird nun ein doppeltes Werk von Max Pechstein aufgerufen: Auf einer Seite trägt die Leinwand ein „Stillleben mit Pfeife“, auf der anderen Seite „Palau-Mädchen“, (Lot 13, Schätzpreis € 600/800.000) eine Szene aus dem Südseeaufenthalt des Malers, aus dem sich nur wenige Arbeiten erhalten haben. Das 1917 entstandene Werk war erstmals 1918 Teil einer Ausstellung, zuletzt war es in der großen Ausstellung „Max Pechstein – Sein malerisches Werk“ (Brücke Museum/Kunsthalle Tübingen/Kunsthalle zu Kiel) zu sehen.

Ein Liegender Akt (Lot 42, Schätzpreis € 700/800.000) von Heinrich Campendonk war in Museen bisher nur als Leihgabe zu sehen. Das Gemälde von 1918 und damit aus der für den Maler entscheidenden Zeit in Seeshaupt kommt aus dem Nachlass des Künstlers. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Verlust seiner gefallenen Malerfreunde Macke und Marc hatte er sich dorthin zur persönlichen Konsolidierung und künstlerischen Neuorientierung zurückgezogen. Dieses Gemälde ist kennzeichnend für den Beginn seiner hier begonnenen neuen Schaffensphase. Bis heute ist „Liegender Akt“ im Besitz der Familie Campendonk geblieben, die es erst jetzt an Lempertz zur Auktion gegeben hat.

Das Max Ernst Museum in Brühl beherbergt den größten Teil der Sammlung Schneppenheim. Schon früh waren dem Kölner Arzt Peter Schneppenheim die Arbeiten von Max Ernst aufgefallen: „Bei meiner Begeisterung für die ungewöhnlichen, bis dahin nie gesehenen Kunstwerke, wohl auch euphorisch beflügelt nach soeben bestandenem Staatsexamen, kam mir die Idee, nun selbst Bilder dieses Künstlers zu erwerben“ Über Jahrzehnte hinweg hat er eine der bedeutendsten privaten Sammlungen aufgebaut, die schließlich auch zur Gründung des Max Ernst Museums beigetragen hat. Einige Lieblingsstücke dieser Sammlung verblieben allerdings in Familienbesitz. Eine Auswahl aus diesen wichtigen Arbeiten von Max Ernst darf Lempertz in der Auktion am 4. Juni aufrufen, darunter „Mobiles Herbarium“ von 1920 (Lot 32, Schätzpreis € 250.000), „Les trois philosophes (Die drei Philosophen)“ (Lot 33, Schätzpreis € 200.000) oder auch die Bronze „Janus“ (Lot 35, Schätzpreis € 50.000).

Emil Noldes Dahlien (Lot 39, Schätzpreis € 700.000) waren bisher als Dauerleihgabe im Berliner Brücke-Museum. Das Werk von 1948 steht mit den in satten Ölfarben präsentierten Blüten nicht nur für die Kraft und die Pracht des Lebens, es lässt auch einen Seitenblick in die Welt des Künstlers zu. Zwischen den Blumen ist der Weg durch die Beete des Gartens erkennbar, den Nolde in seinem Haus in Seebüll angelegt hatte. Das Werk stammt aus dem Nachlass seiner Witwe Jolanthe Nolde.

Ferner umfasst die Auswahl von Losen für den Bereich Moderne am Abend des 4. Juni bedeutende und seltene Werke der Bauhaus-Meister Lyonel Feininger, Gerhard Marcks und Oskar Schlemmer sowie von Henri de Toulouse-Lautrec, Paul Klee, Alexeij von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay, Egon Schiele, Otto Modersohn, Käthe Kollwitz oder Ernst Ludwig Kirchner.

Typische Frauenarbeit? So etwas gibt es längst nicht mehr, die künstlerische Arbeit von Rosemarie Trockel hat ihren Anteil an dieser gesellschaftlichen Entwicklung. Aus dem Angebot Zeitgenössischer Kunst ragt ihre bewegliche zweiteilige Wandinstallation Reißverschlussphantom (Lot 29, Schätzpreis € 300/400.000) heraus. Das Nähzeug als Motiv hat sie aus dem Bereich der Handarbeiten entlehnt. Aus der Tradition gespeiste Erwartungen werden hier zu Ungewohntem, Verwirrendem kombiniert. Weiche Pastellfarben treffen auf den harten Bildträger Aludibond, manches ist vollplastisch ausgearbeitet, manches als Trompe-l’œil eingefügt. Die Bewegung des kinetischen Objektes macht die Dynamik des Unerwartbaren komplett.

Von Georg Baselitz kommt Ein Werktätiger (Lot 9, Schätzpreis € 350/450.000). Dieses frühe Frakturbild aus dem Jahr 1967 dekonstruiert eine an sich starke, fast grob wirkende Gestalt. Der 1938 geborenen Baselitz thematisiert in dieser Werkgruppe Krieg, Gewalt und ihre Folgen. Der Werktätige ist ein für diese Phase seines Schaffens typisches Motiv.

Cady Noland engagiert sich mit ihrer Arbeit auf einem ganz ähnlichen Themengebiet. Gewalt und Medien spielen in ihren Werken eine wichtige Rolle, Härte ist ein dominantes Merkmal der von ihr gewählten Materialien. In „Pole Distortion“ (Lot 58, Schätzpreis € 120/150.000) zeigt sich diese Härte in verschiedenen Ebenen, indem sie einen metallenen Münzbehälter an eine Stange aus Aluminium appliziert.

Von Jonas Burgert ist mit „Täuschung“ (Lot 50, Schätzpreis € 150/200.000) ein typisches Großformat im Aufruf. 350 mal 250 Zentimeter misst die Leinwand, in der er das Welttheater“ rund um einen Riesen in der Mitte der Komposition inszeniert.

Die Zeitgenössische Kunst bietet im Evening Sale zudem Arbeiten von Andy Warhol, Gerhard Richter, Norbert Bisky, Candida Höfer und vielen weiteren.

Auktion 1247 - Evening Sale - Moderne und Zeitgenössische Kunst am 4. Juni 2024

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1247: Evening Sale - Moderne Kunst + Zeitgenössische Kunst

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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